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Autohersteller im Wandel : Bayerische Stromwerke

Besserer Ausblick: BMW zeigt sich zuversichtlich Bild: Reuters

Immer mehr Elektromobile stromern über die Straßen und ihre Insassen legen mehr Wert auf schnelles Internet. BMW-Chef Zipse weiß das nur zu gut.

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          Die Bayerischen Motoren Werke, 1916 gegründet, haben ihre Produkte über viele Jahrzehnte mit dem Slogan „Freude am Fahren“ beworben. Der Heckantrieb gehörte ebenso unverrückbar dazu wie die Reihen-Sechszylinder-Motoren.

          Doch solche Attribute spielen keine Rolle mehr in einer Zeit, in der immer mehr Elektromobile über die Straßen stromern und ihre Insassen mehr Wert auf schnelles Internet und komfortable Bedienermenüs legen. BMW-Chef Oliver Zipse weiß das nur zu gut.

          Entsprechend handelt er auch. Um etwa im BMW-Stammwerk gegenüber dem Olympiastadion neue Batterieautos bauen zu können, muss der Motorenbau auf dem Werksgelände weichen. Einige der in München gefertigten Verbrennungsmotoren werden dann ausgerechnet im britischen Hams Hall produziert, also in einem Land, dessen Regierung ein Verbot für Benzin- und Dieselautos vom Jahr 2030 an verhängt hat.

          Zipse redet gleichwohl von Technologieoffenheit und davon, dass der Verbrennungsmotor eine Zukunft habe. Vielleicht meidet er mit Rücksicht auf die stolze BMW-Historie das, was sein Audi-Kollege Markus Duesmann gerade zugegeben hat: Im teuren Spagat zwischen zwei Technologien lohnt sich die Entwicklung neuer Verbrenner nicht mehr.

          Henning Peitsmeier
          Wirtschaftskorrespondent in München.

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