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Autoflaute und Handelsstreit : BASF macht deutlich weniger Gewinn

  • Aktualisiert am

BASF-Gelände in Ludwigshafen Bild: dpa

BASF hat im ersten Quartal 2019 ein Viertel weniger Gewinn macht als im Vorjahr. Der schwächelnde Autoabsatz und der Handelsstreit machen dem Unternehmen zu schaffen. Der Umsatz entwickelt sich dagegen besser.

          Die Autoflaute sowie der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China haben den Gewinn des Chemiekonzerns BASF auch im Auftaktquartal 2019 kräftig nach unten gedrückt. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel im Jahresvergleich etwa ein Viertel auf 1,73 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Freitag am Tag der Hauptversammlung in Ludwigshafen mitteilte.

          Während die Segmente mit Basischemikalien und Kunststoffen deutlich schlechter liefen, verzeichnete das Unternehmen starke Zuwächse im Agrarchemiegeschäft, vor allem dank eines Milliarden-Zukaufs im vergangenen Jahr. BASF erwarb vom Rivalen Bayer einige Pflanzenschutzmittel und verschiedene Saatgut-Arten, die dieser im Zuge der Monsanto-Übernahme abgeben musste. Den Rückgang im Chemiegeschäft führte Konzernchef Martin Brudermüller dagegen auch auf außergewöhnlich positive Entwicklungen der Sparte im Vorjahreszeitraum zurück.

          Nach Steuern und Anteilen Dritter verdiente BASF 1,4 Milliarden Euro und damit 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz legte um drei Prozent auf knapp 16,2 Milliarden Euro zu.

          Jahr des Übergangs

          Insgesamt hält BASF an dem Ziel fest, 2019 den operativen Gewinn um ein bis zehn Prozent zu steigern. Dabei dürfte der Anstieg am unteren Ende dieser Spanne liegen. BASF-Chef Brudermüller hatte Ende Februar eingeräumt, dass die Planung eine Herausforderung darstelle. Er setzt auf eine Erholung der Autoindustrie sowie eine Entspannung des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China.

          Brudermüller hat für 2019 ein Jahr des Übergangs und der Veränderungen ausgerufen. Abgeschlossen wurde am Mittwoch die Fusion der Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit dem Hamburger Rivalen DEA. Das fusionierte Unternehmen soll im zweiten Halbjahr 2020 an die Börse gebracht werden.

          Die BASF-Aktionäre, denen sich Brudermüller am Vormittag bei der Hauptversammlung in Mannheim stellen wird, sollen mit einer um zehn Cent auf 3,20 Euro erhöhten Dividende versöhnlich gestimmt werden. Vorbörslich notierte die Aktie 1,4 Prozent im Minus.

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