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Französischer Autobauer : PSA bereitet Rückzug aus Iran-Geschäft vor

  • Aktualisiert am

Das Peugeot-Logo auf der Felge eines Peugeot 508. Bild: Reuters

Das wollte man verhindern: Mit der Muttergesellschaft von Peugeot, Citroën und Opel zieht sich ein großes europäisches Unternehmen aus Iran zurück. Grund ist Trumps Drohung mit Sanktionen.

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          Der französische Autobauer PSA bereitet sich wegen der drohenden amerikanischen Sanktionen darauf vor, seine Iran-Geschäfte auf Eis zu legen. Der Konzern habe den Prozess gestartet, die Aktivitäten seiner Gemeinschaftsunternehmen mit iranischen Herstellern auszusetzen, teilte die Opel-Muttergesellschaft am Montag mit. Das Unternehmen wies aber darauf hin, dass es mit Unterstützung der französischen Regierung im Kontakt mit den amerikanischen Behörden stehe, „um eine mögliche Ausnahme in Betracht zu ziehen“.

          Die Vereinigten Staaten hatten Anfang Mai das Atomabkommen mit Iran aufgekündigt, die ersten bislang ausgesetzten Wirtschaftssanktionen gegen das Land treten am 6. August wieder in Kraft. Das trifft auch europäische Unternehmen: Denn das amerikanische Sanktionsrecht kann Unternehmen und Banken bestrafen, wenn sie weiter in Iran Geschäfte machen oder diese absichern und zugleich in den Vereinigten Staaten tätig sind. PSA hatte vor gut zwei Jahren die Rückkehr auf den amerikanischen Markt angekündigt.

          Die PSA-Geschäfte in Iran machten weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus, erklärte das Unternehmen. PSA hatte 2016 nach dem Ende der Wirtschaftssanktionen gegen Iran Vereinbarungen mit den Unternehmen Saipa und Iran Khodro geschlossen. Dabei ging es um die Fertigung von Fahrzeugen der Marken Citroën und Peugeot in Iran.

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