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2,8 Prozent weniger : Autoabsatz in China sinkt erstmals seit zwei Jahrzehnten

  • Aktualisiert am

Es gibt mehr Ladenhüter in China. Bild: AP

Jahrzehntelang ist der Autoabsatz in China gestiegen. Die Zeiten sind vorbei. Das liegt am Handelsstreit und an geringeren Steuervorteilen. Einige deutsche Autobauer sind aber verschont geblieben.

          Der Absatz neuer Autos ist in China im vergangenen Jahr erstmals seit den 1990er Jahren gesunken. Im Dezember seien die Verkaufszahlen den sechsten Monat in Folge rückläufig gewesen, sodass der Absatz im Gesamtjahr um 2,8 Prozent auf 28,1 Millionen Fahrzeuge gefallen sei, teilte der Automobilverband CAAM am Montag mit.

          Als Gründe führte der Verband die höheren Zölle im Handelskrieg zwischen China und den Vereinigten Staaten sowie den Wegfall von Steuervorteilen an. Ursprünglich hatte der CAAM für den größten Automarkt der Welt ein Plus von drei Prozent veranschlagt.

          Premiummarkt wächst weiter

          Die Nachfrageschwäche traf vor allem den Volumenmarkt, während der von den deutschen Autobauern dominierte Premiummarkt weiter wuchs. Von den westlichen Herstellern erlitt Ford mit einem Minus von 37 Prozent den stärksten Rückschlag. Auch die Marke Volkswagen ließ Federn mit einem leichten Absatzrückgang. Daimler, BMW und die Volkswagen-Tochter Audi konnten hingegen mehr Neuwagen losschlagen.

          Von den chinesischen Herstellern glänzte Geely, Großaktionär bei Daimler, mit einem Zuwachs von einem Fünftel – allerdings nach einem Anstieg um zwei Drittel im Jahr zuvor. Der Autobauer rechnet für 2019 so wie auch der CAAM mit Stagnation.

          Einige Prognosen liegen bei bis zu zwei Prozent Wachstum. Analysten gehen davon aus, dass die geplanten, aber noch nicht konkret bekannten Konsumspritzen des Staates dem Automarkt Schwung verleihen könnten.

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