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Auto-Kommentar : Bodenhaftung in China

Noch ist China die Stütze des deutschen Automobilbaus. Aber die Abhängigkeit ist inzwischen so groß, dass jede Erschütterung aufhorchen lässt.

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          Nirgendwo wachsen die Bäume in den Himmel, auch der Bambus in China nicht. Nachdem der Automarkt dort schon 2011 weit schwächer gewachsen ist als zuvor, revidiert die Branche ihre Erwartungen für dieses Jahr ebenfalls deutlich nach unten. Neu ist, dass auch die Premiumhersteller den kälteren Wind zu spüren bekommen.

          Darauf jedenfalls deuten saftige Händlerrabatte hin. Noch laufen die Verkäufe dem Volumen nach gut, aber die Zeiten sind ganz offenbar vorbei, in denen die Hersteller gar nicht so schnell produzieren konnten, wie man ihnen die Fahrzeuge aus den Händen riss. Die Abkühlung hat einige Bedeutung für die deutsche Wirtschaft: VW ist die wichtigste Personenwagenmarke in Fernost, Audi, BMW und Mercedes dominieren die Oberklasse.

          Alle haben hier bisher mehr verdient - und investiert - als anderswo und jede Befürchtung, dass der Markt drehen könnte, von sich gewiesen. Man darf die Sache nicht überzeichnen, noch immer ist die Nachfrage aus China die Stütze des deutschen Automobilbaus. Aber gerade diese Abhängigkeit lässt bei jeder Erschütterung aufhorchen. Grundfalsch jedenfalls wäre es, wenn sich die Konzerne - und ihre Aktionäre - allein auf China verließen.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

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