https://www.faz.net/-gqe-a0r92

Australische Airline : Qantas streicht wegen Coronavirus-Krise 6000 Stellen

  • Aktualisiert am

Ein Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas Bild: dapd

Die australische Airline Qantas sieht sich gezwungen, aufgrund der Coronavirus-Krise eine kleinere Fluggesellschaft zu werden. 100 Flugzeuge sollen zunächst am Boden bleiben.

          1 Min.

          Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways plant infolge der Coronavirus-Krise mindestens 20 Prozent ihrer Belegschaft abzubauen und über Abschreibungen rund 1,3 Milliarden Dollar Liquidität aufzubringen. „Wir müssen uns für mehrere Jahre positionieren, wenn der Umsatz viel niedriger ausfällt“, sagte Qantas-Chef Alan Joyce bei der Vorstellung eines Drei-Jahres-Plans. „Und das bedeutet, kurzfristig eine viel kleinere Fluggesellschaft zu werden.“

          Qantas kündigte an, mindestens 6000 Stellen unter den 29.000 Mitarbeiter zu streichen, weitere 15.000 Mitarbeiter blieben vorübergehend freigestellt, bis vor allem der internationale Flugverkehr wieder zunehme. Joyce sagte, rund 100 Flugzeuge müssten zudem für bis zu 12 Monate oder länger am Boden bleiben, die sechs in der Flotte verbliebenen Boeing 747 sollen sofort – und nicht wie geplant erst in sechs Monaten – in den Ruhestand geschickt werden. Zudem wolle die Fluggesellschaft über die Abschreibung ihrer derzeit stillgelegten Airbus A380-Flotte bis zu 1,3 Milliarden Dollar aufbringen, um die Liquidität des Unternehmens zu sichern.

          Im Rahmen des Drei-Jahres-Plans hat sich Geschäftsführer Joyce bereiterklärt, bis mindestens Juni 2023 an der Spitze des Konzerns zu bleiben. Die Regierung in Australien hatte vergangene Woche angekündigt, dass internationale Reisen wahrscheinlich erst wieder im kommenden Jahr möglich sein werden, allerdings werde eine Lockerung der Einreisebestimmungen für Studenten und andere Langzeitbesucher in Betracht gezogen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Das explosive Ammoniumnitrat lagerte seit sieben Jahren im Hafen von Beirut.

          Macrons Besuch im Libanon : Von Reue fehlt bislang jede Spur

          In Beirut wird Emmanuel Macron wie ein Heilsbringer empfangen. Der französische Präsident verspricht Hilfe – und mahnt Reformen an. Doch bisher deutet nichts darauf hin, dass in der Politik des Libanon eine neue Ära beginnt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.