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Rüstungsgeschäft : Australischer Milliardenauftrag für Bremer Lürssen-Werft

  • Aktualisiert am

Werftchef Peter Lürßen (m.) beim Besuch von ASC Shipbuilding in Adelaide. Bild: EPA

Zwölf Patrouillenboote soll das Unternehmen für Australiens Marine bauen – allerdings nicht in Bremen.

          Die australische Regierung hat einen Milliardenauftrag zum Bau von zwölf Patrouillenbooten an die Bremer Lürssen-Werft vergeben. Das teilte Premierminister Malcolm Turnbull am Freitag in Sydney mit. Der Auftrag habe ein Volumen von vier Milliarden australischen Dollar (2,57 Mrd. Euro). Der Baubeginn in Adelaide sei ab Mitte kommenden Jahres vorgesehen.

          Den Patrouillenbooten sei „eine wichtige Rolle beim Schutz der Grenzen“ Australiens zugedacht, betonte Turnbull. Die Boote aus deutscher Produktion hätten eine größere Reichweite und bessere Leistung als die gegenwärtige Patrouillenboot-Flotte. Die australische Marine könne künftig „umfassendere Operationen unternehmen“.

          Gegen Konkurrenten durchgesetzt

          Die Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG hatte sich bei der Ausschreibung gegen die niedersächsische Fassmer-Werft und den niederländischen Konkurrenten Damen durchgesetzt. Für das Projekt werden in Australien rund 1000 Arbeitsplätze in Adelaide und Perth geschaffen.

          Im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens hatte Firmenchef Peter Lürßen in Adelaide vergangenen Mai erstmals die Anlagen des australischen Schiffsbauers ASC besucht.

          Australien baut seit einigen Jahren seine Seestreitkräfte aus. Im Vorjahr wurde der französische Schiffsbauer DCNS mit dem Bau von zwölf U-Booten im Wert von 50 Milliarden Dollar (32,2 Mrd. Euro) beauftragt.

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