https://www.faz.net/-gqe-9nzg2

Gegen alle Widerstände : Weg frei für die größte Kohlemine der Welt

Furcht vor Umweltschäden: Umweltaktivisten in Queensland protestieren gegen das Kohle-Großprojekt. Bild: AFP

Aktivisten laufen Sturm, Analysten senken den Daumen. Jetzt hat der indische Milliardär Adani die Genehmigung der australischen Regierung bekommen, das größte Kohlevorkommen der Erde zu öffnen.

          3 Min.

          Nach neun Jahren des Tauziehens darf der indische Milliardär Gautam Adani das größte Kohlevorkommen der Erde in Australien öffnen. Das Carmichael-Projekt im Norden des Bundesstaates Queensland hatte vor Kurzem die noch ausstehenden Genehmigungen der Regierung bekommen. In der kommenden Zeit, so hieß es daraufhin bei Adani, würden nun die Bauarbeiten beginnen. Klimaschützer laufen seit Jahren Sturm gegen den Plan.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Die Mine werde 1500 direkte und 6750 indirekte Arbeitsplätze bringen, erklärte Adani. Dies war eines der stärksten Argumente für den Tagebau: Denn die Region ist von Dürre und einer für australische Verhältnisse hohen Arbeitslosenrate geplagt. „Wir stehen bereit, nun die Jobs zu liefern, die die Gegend hier so dringend braucht“, sagte Lucas Dow, der Vorstandsvorsitzende von Adani Mining. Viele Menschen in der Region hoffen, dass bald auch noch weitere angedachte Kohleprojekte in der Region vorangetrieben werden.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ja, wohin fährt er denn: Der neue Bahnhof in Naivasha wird eröffnet.

          Bahnprojekt Kenia : Geht ein Zug nach Nirgendwo

          Eine Zugverbindung der kenianischen Hafenstadt Mombasa bis in Ugandas Hauptstadt Kampala: Das war der Plan von Kenias Regierungschef Kenyatta. Doch das Projekt droht spektakulär zu scheitern. Profitieren könnte China.
          Bram Schot

          F.A.Z. Exklusiv : So spart Audi gegen die Krise

          Rund 15 Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren eingespart werden. Die Werke in Ingolstadt und Neckarsulm wird es wohl besonders hart treffen. Audi-Chef Schot sagt, er habe aber klare Vorstellungen, wie die Beschäftigung gesichert werden kann.