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Australien : Bergbau-Firmen wollen Schienen-Netz kaufen

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Der australische Bundesstaat Queensland will sein Schienennetz verkaufen Bild: REUTERS

In Australien bieten mehrere Bergbaukonzerne für das staatliche Schienennetz im kohlereichen Bundesstaat Queensland. Der Vorstoß könnte den wohl größten Börsengang in Australien in diesem Jahr torpedieren.

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          Anglo American, BHP Billiton, Rio Tinto und Xstrata sowie weitere Firmen offerieren der Regierung umgerechnet rund 3,3 Milliarden Euro, wie die Gruppe aus insgesamt 13 Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

          Bedingung für den Kauf sei, dass die Regierung ihre Börsenpläne aufgebe. Von dieser lag zunächst keine Reaktion vor. Der Vorstoß der Unternehmen könnte den wohl größten Börsengang in Australien in diesem Jahr torpedieren. Das Angebot liegt höher als die in einem Börsengang angestrebten Erlöse.

          Die Bergbaukonzerne fürchten, dass der neue, private Besitzer des Schienen-Netzes zu viel Einfluss auf die Kohleindustrie ausüben würde. Der Vorsitzende der Bietergruppe, Nick Greiner, sagte, die Bergbaukonzerne seien die „natürlichen Käufer“. Sie könnten nicht nur mehr bezahlen, sondern hätten auch größere Anreize, in die Infrastruktur zu investieren, als Fondsmanager und einzelne Investoren, denen das Netz nach einem Börsengang gehören würde.

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