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Richtfest in Rottweil : Ein Riesenturm für Aufzug-Tests

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Die Baustelle aus Vogelperspektive fotografiert am Dienstagmorgen. Bild: Thyssen-Krupp Elevator

Mehr als 230 Meter hoch ist ein Turm im schwäbischen Rottweil, mit dem Aufzüge getestet werden sollen. Nun feiern die Bauarbeiter Richtfest.

          Der Rohbau für die höchste Besucherplattform Deutschlands steht: Der Aufzugtestturm in Rottweil hat die erste Zielmarke von 232 Metern erreicht. Am Mittwochnachmittag erwartet Thyssen-Krupp rund 200 geladene Gäste zum Richtfest.

          Der Turm wuchs seit Baubeginn im März täglich um rund 3,6 Meter in die Höhe. Gearbeitet wird im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr. Das Innere des Turms wird aus 12 Schächten bestehen, oben soll Deutschlands höchste öffentlich zugängliche Aussichtsplattform entstehen. Von Ende kommenden Jahres an wollen Ingenieure im Turm Hochgeschwindigkeits-Aufzüge testen - mit einer Geschwindigkeit von bis zu 64,8 Kilometern je Stunde.

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          Bis dahin wächst der Turm durch Aufbauten und Fassade noch auf 246 Meter an - und wird damit das Bild von Baden-Württembergs ältester Stadt prägen.

          Thyssen-Krupp investiert in den Turm rund 40 Millionen Euro. Das Unternehmen rechnet mit einer hohen Nachfrage nach schnellen und modernen Aufzügen für Wolkenkratzer weltweit. In Rottweil will Thyssen-Krupp auch den weltweit ersten Aufzug ohne Seil testen. Die Kabinen können dabei auch waagerecht in Schächten fahren. Zudem können mehrere Kabinen gleichzeitig und teilweise unabhängig voneinander in einem Schacht fahren. Das soll die Förderkapazität der Aufzüge deutlich erhöhen. Ziel ist es, dass Benutzer auch in hohen Wolkenkratzern nicht länger als 15-30 Sekunden auf einen Aufzug warten müssen.

          Die Illustration zeigt, wie sich Thyssen-Krupp die Aufzüge der Zukunft als eine Art Nahverkehrssystem für Hochhäuser vorstellt. Die Kabinen können auch waagrecht verschoben werden.

          Das System ist als eine Art Nahverkehrssystem für Wolkenkratzer gedacht. Die Kabinen werden dabei von einem aus der Magnetbahntechnik des Transrapids bekannten Linearmotor angetrieben.

          Zum Richtfest des Turms sollen am Mittwochnachmittag auch die Architekten des Testturms, Helmut Jahn und Werner Sobek, kommen. Helmut Jahn hat unter anderem den Messeturm in Frankfurt, das Sonycenter in Berlin und viele Wolkenkratzer in New York und Chicago entworfen.

          Die Baustelle

          Die Baustelle des Testturms kann auch besichtigt werden. Die Stadt Rottweil bietet Führungen für Einzelpersonen und Familien. Nähere Informationen finden Sie hier. Wer wissen will, wie die Baustelle derzeit aussieht findet einen Livestream hier. 

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