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Aufsichtsrat-Besetzung : Aktionärs-Aufstand bei BMW

  • Aktualisiert am

Norbert Reithofer Bild: dpa

BMW-Chef Norbert Reithofer will auf der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat wechseln. Doch einige Aktionäre machen nicht mit.

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          BMW-Chef Norbert Reithofer muss auf der Hauptversammlung am Mittwoch mit einer Watschen der Aktionäre rechnen. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf institutionelle Investoren, die den direkten Wechsel des Vorstandsvorsitzenden an die Spitze des Aufsichtsrates ablehnen.

          So haben die einflussreichen Aktionärsberater ISS, deren Votum viele internationale Großanleger folgen, sich bereits festgelegt: „Tagesordnungspunkt 6.3.“, die Wahl Reithofers in den Aufsichtsrat, ist abzulehnen, zitiert die F.A.S. aus dem ihr vorliegenden Report. Der sofortige Wechsel, ohne Abkühlungsphase, widerspreche der üblichen Praxis und den Corporate-Governance-Empfehlungen, heißt es dort zur Begründung.

          Die Aktionärsberater von ISS stecken auch hinter einer angekündigten Aktionärsrevolte in der Deutschen Bank. Ihr werfen sie die Skandale und die hohen Strafen dafür vor – und votieren dafür, den Vorstand mit den Vorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen nicht zu entlasten.

          Bei der Deutschen Bank droht Reithofer wegen des Aktionärs-Aufstands ein schlechtes Wahlergebnis. Die Großaktionäre der Familie Quandt allerdings haben genügend Stimmen, um Reithofer trotzdem an die Spitze des Aufsichtsrats zu wählen.

          Reithofer wird aber auch von der deutschen Fondsgesellschaft Union Investment keine Unterstützung bekommen. „Wir werden gegen Herrn Reithofer stimmen“, kündigte Fondsmanager Ingo Speich in der F.A.S. an. „Ein Aufsichtsratsvorsitzender braucht auch kritische Distanz, um Dinge zu hinterfragen. Das ist ohne Cooling-off nicht möglich.“

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