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Aufsichtsräte stimmen zu : DZ und WGZ Bank schließen sich zusammen

  • Aktualisiert am

Geht mit der WGZ Bank zusammen: Die DZ Bank Bild: Jonas Wresch

Über Jahrzehnte zogen sich die Planungen für einen Zusammenschluss der Genossenschaftsbanken DZ und WGZ Bank. Jetzt ist klar: Die Aufsichtsräte haben nun endgültig zugestimmt.

          Die beiden größten deutschen Genossenschaftsbanken, die DZ Bank und die WGZ Bank, schließen sich zusammen. Das haben die beiden Banken nun verkündet und damit einen Bericht der F.A.Z. vom Mittwochabend bestätigt.

          „Dieser Tag ist ein Anlass zur Freude für die gesamte genossenschaftliche Finanzgruppe“, sagte DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch. Die beiden Zentralbanken der gut 1000 Volks- und Raiffeisenbanken hätten in den vergangenen Jahren zueinander gefunden und seien sich einig, dass nun der richtige Zeitpunkt für eine Fusion sei. Abgeschlossen werden soll die milliardenschwere Verschmelzung am 1. August 2016.

          Nach dem Abschluss der Integration erwarten beide Seiten Einsparungen von mindestens 100 Millionen Euro je Jahr. Gemeinsam könnten beide Spitzeninstitute Volks- und Raiffeisenbanken effektiver versorgen und IT und Prozesse straffen. Alle  Personalmaßnahmen sollten in einem offenen Prozess erfolgen und mit den zuständigen Arbeitnehmergremien besprochen werden, erklärten die Banken. Das fusionierte Institut soll DZ Bank heißen und will mit dem Werbespruch „Die Initiativbank" auf Kundenjagd gehen. Die Eigentümer der WGZ Bank sollen im Rahmen der Verschmelzung Anteile an der DZ Bank erhalten. Wie viele Anteile sie bekommen, hängt von einer Unternehmensbewertung beider Geldhäuser ab, die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG vorgenommen wird.

          Vorstandsvorsitzender der gemeinsamen Bank wird der Vorstandsvorsitzende der DZ Bank, Wolfgang Kirsch. Aufsichtsratsvorsitzender soll Hermann Gottschalk werden, der bisher das Kontrollgremium der DZ Bank leitet. Damit kommt zum Ausdruck, dass die DZ Bank deutlich größer ist als die WGZ-Bank, die nur im Westen Deutschlands als Dachbank für die Volksbanken fungiert, während die DZ Bank diese Rolle im Rest Deutschlands spielt.

          Mehrfach vergeblich Gespräche geführt

          Damit kommt es nach Jahrzehnte währender Planungen endlich zum Zusammenschluss der deutschen Dachbanken im Genossenschaftswesen. Die genossenschaftliche Finanzgruppe besteht an der Basis aus Volks- und Raiffeisenbanken. Neben der DZ Bank als Dachbank zählen weitere spezialisierte Finanzinstitute zum Überbau wie die Fondsgesellschaft Union Investment.

          Die DZ Bank und die WGZ Bank haben in der Vergangenheit mehrfach vergeblich Gespräche über einen Zusammenschluss geführt, die aber immer gescheitert waren. Nunmehr sind sich beide Parteien einig geworden.

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