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Formel E statt Le Mans : Audi fährt jetzt elektrisch Rennen

  • Aktualisiert am

Keine Wiederholung 2017: Die Audi-Piloten Benoit Treluyer, Andre Lotterer und Marcel Fässler feiern 2014 ihren Le Mans-Sieg. Bild: AFP

Nach 13 Siegen bei den 24 Stunden von Le Mans macht Audi Schluss. Ab 2017 will der Konzern dafür in der rein elektrischen Formel E antreten. Das dürfte nicht nur sportliche Gründe haben.

          Nach 18 Jahren verabschiedet sich Audi aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und steigt damit auch bei den 24 Stunden von Le Mans aus. Der deutsche Hersteller gab am Mittwoch die Neuausrichtung seiner Motorsport-Strategie bekannt. Audi steigt dafür in die rein-elektrische Rennserie Formel E ein.

          Seit 1998 gelangen Audi insgesamt 13 Siege bei den 24 Stunden von Le Mans. Bei 185 Renneinsätzen erzielten die Audis 106 Siege, 80 Pole-Positions und 94 schnellste Rennrunden. Zweimal gewannen die Hybrid-Rennwagen R18 e-tron quattro die FIA-Langstrecken-WM. Von 2000 bis 2008 sicherte sich Audi neunmal in Folge den Titel in der American Le Mans Series, die in dieser Zeit weltweit bedeutendste Rennserie für Le-Mans-Prototypen.

          Zwei Audi R18 E-Tron Quattro Hybrid beim berühmtesten 24-Stunden-Rennen der Welt in Le Mans.

          Vor zwei Jahren war mit Porsche eine weitere Marke aus dem VW-Konzern in die Langstrecken-WM eingestiegen. Der Audi-Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler begründete am Mittwoch vor Mitarbeitern die strategische Entscheidung im Zusammenhang der aktuellen Belastungen für die Marke.

          Es sei jetzt wichtig, sich auf das zu fokussieren, was Audi in den kommenden Jahren wettbewerbsfähig halte. Zuvor hatte bereits das „Handelsblatt“ berichtet, damit könne Audi rund 300 Millionen Euro im Jahr einsparen. Diese Summe sei zu hoch gegriffen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters dagegen aus Konzernkreisen. Es handele sich um einen niedrigen
          dreistelligen Millionenbetrag. „Das Rennen um die Zukunft tragen wir elektrisch aus“, sagte Stadler. Unangetastet bleibt das Engagement in der DTM.

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