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Diesel-Affäre bei Audi : Stadler soll Hunderttausende Kunden betrogen haben

Ex-Audi-Chef Stadler bestreitet, in der Diesel-Affäre wissentlich betrogen zu haben. Bild: Reuters

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen den ehemaligen Audi-Chef Stadler. Der bestreitet alle Vorwürfe. Jetzt geht es um die Frage, wer wann und was wusste.

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          Die Staatsanwaltschaft München II hat Anklage gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler erhoben. Ihm wird im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen „Betrug, mittelbare Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung vorgeworfen“, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Stadler und drei andere, ebenfalls angeklagte Verdächtige sollen Hunderttausende Kunden betrogen haben. Der zentrale Vorwurf der Staatsanwälte: Auch noch nach dem Auffliegen der Diesel-Manipulationen im September 2015 seien den Kunden schmutzige Diesel-Fahrzeuge als saubere verkauft worden.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Stadler bestreitet, wissentlich betrogen zu haben. Im Kern geht es darum, dass Audi noch Autos mit manipulierten Dieselmotoren verkauft hat, nachdem der Betrug bei VW bereits aufgedeckt war. Audi hatte die Manipulationen erst später eingeräumt. Die Frage ist, was Stadler wann wusste. Er ist der nächste ranghohe Manager des VW-Konzerns, der angeklagt wird. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anklage gegen den langjährigen VW-Chef Martin Winterkorn erhoben. So könnte es schon bald zu zwei Strafprozessen kommen, einem in Braunschweig und einem in München.

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