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Kaffee geht auch ohne : Auch Starbucks verbannt Plastikstrohhalme

Bald Geschichte: Eiskaffee-Getränk von Starbucks mit Strohhalm Bild: AP

Nach Rewe und Lidl nimmt nun auch Starbucks die umstrittenen Strohhalme aus Plastik aus dem Sortiment. Ganz auf das Material verzichten kann die Cafékette trotzdem nicht.

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          Initiativen zum Verzicht auf Plastikstrohhalme werden zum Trend: Die amerikanische Kaffeekette Starbucks hat angekündigt, künftig in allen ihren Lokalen auf Plastikstrohhalme verzichten zu wollen. Damit sollen jährlich mehr als eine Milliarde Strohhalme eingespart werden. Der Schritt betrifft Kaltprodukte wie Eiskaffee, die für Starbucks ein wichtiger Teil des Geschäfts sind und nach Angaben des Unternehmens auf dem amerikanischen Heimatmarkt für mehr als die Hälfte des Getränkeabsatzes stehen.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Um die Strohhalme zu ersetzen, hat Starbucks neue Deckel für seine Becher entwickelt, die eine schnabelförmige Öffnung haben, aber freilich ebenfalls aus Plastik sind. Ohne die Strohhalme enthalten sie insgesamt jedoch weniger Plastik. Diese Deckel soll es von Herbst an zunächst in den Städten Seattle und Vancouver geben, danach sollen sie auch im Rest Nordamerikas sowie in Europa und anderen Regionen der Welt verfügbar gemacht werden. Alternativ sollen Kunden auf Anfrage auch Strohhalme aus Papier oder kompostierbarem Plastik bekommen können. Starbucks nimmt sich vor, bis 2020 in seinen Standorten auf der ganzen Welt Plastikstrohhalme zu eliminieren. Das Unternehmen hat mehr als 28.000 Filialen.

          Starbucks ist damit das jüngste in einer wachsenden Zahl von Unternehmen, die Plastikstrohhalmen öffentlichkeitswirksam den Kampf ansagen. Erst in der vergangenen Woche haben die deutschen Handelsgruppen Rewe und Lidl verkündet, die Trinkröhrchen aus den Regalen nehmen zu wollen. Die Imbisskette McDonald’s teilte unlängst mit, in ihren britischen und irischen Filialen von September an nur noch Strohhalme aus Papier anzubieten.

          Hinter diesen Vorstößen steckt auch politischer Druck. Die britische Regierung hat im April ein Verbot von Einwegprodukten aus Plastik wie Strohhalmen auf den Weg gebracht, die EU-Kommission bereitet ähnliche Regulierungen vor. Auch in den Vereinigten Staaten mehren sich zumindest auf lokaler Ebene Bemühungen, Plastikmüll zu vermeiden. In Seattle, der Heimatstadt von Starbucks, trat erst in der vergangenen Woche ein Verbot von Plastikstrohhalmen und anderen Einwegprodukten in der Gastronomie in Kraft. Auch in kalifornischen Städten wie Oakland wurden Verbote beschlossen. Starbucks versucht derweil, sich jenseits des Verzichts auf Strohhalme auch anderweitig als umweltfreundlich zu positionieren. Das Unternehmen arbeitet zum Beispiel an der Entwicklung von kompostierbaren Bechern für Heißgetränke.

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