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Gewerbestandort bei München : Was macht die Wirecard-Insolvenz mit Aschheim?

Wer hier einzieht, ist höchst ungewiss: Wirecard wollte sein neues Bürogebäude Mitte kommenden Jahres in Betrieb nehmen. Bild: Jan Roeder

Die fetten Jahre für Aschheim sind vorerst vorbei: Noch-Mitarbeiter des insolventen Dax-Konzerns spotten, es ist unklar, wer in das geplante neue Hauptquartier von Wirecard einzieht und der Bürgermeister schweigt.

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          Saftige Brezn und beißenden Spott gibt es in der Bäckerei und Konditorei Riedmair. „Der Jan Marsalek liegt gerade auf dem OP-Tisch und lässt sich umoperieren“, sagt einer der drei Männer, die sich am späten Donnerstagvormittag hier versammelt haben und sich als Wirecard-Mitarbeiter zu erkennen geben, über den flüchtigen früheren Vorstand des insolventen Zahlungsdienstleisters. Sie befinden sich nur knapp 700 Meter vom Hauptquartier des Skandal-Konzerns im Gewerbegebiet des Aschheimer Ortsteils Dornach entfernt. Noch näher, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, liegt der Rohbau, in den Wirecard Mitte nächsten Jahres eigentlich einziehen sollte.

          „House of Wirecard“ nennt der Wortführer der drei das weitläufige Gebäude, an dem die Umbauarbeiten auch in diesen bewegten Tagen unverdrossen weitergehen. Von innen werden sie es wohl nicht mehr sehen. „Da geht ein anderer Mieter rein“, vermutet auch die Bedienung von Riedmair. Das Herren-Trio befindet sich mittlerweile auf Jobsuche, ein Alumni-Netzwerk auf Linkedin sei gegründet worden.

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