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Northern Rail : Deutsche Bahn droht lukrative Lizenz in England zu verlieren

  • Aktualisiert am

Ein Northern-Rail-Zug in England. Arriva, Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, betreibt die Strecke. Bild: dpa

Verspätungen und Zugausfälle – das gibt es nicht nur in Deutschland, sondern auch in England, wo die Bahn-Tochter Arriva eine wichtige Bahnstrecke betreibt. Der Politik wird das nun zu bunt.

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          Die Deutsche Bahn droht einen wichtigen Auftrag in Nordengland zu verlieren. Der Service der von der Bahn-Tochter Arriva betriebenen Zuggesellschaft Northern Rail sei „komplett inakzeptabel“, sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag der BBC.

          Man sei nicht länger bereit, die zahlreichen Verspätungen und Zugausfälle zu tolerieren. So könne es nicht weitergehen. „Ich werde handeln.“ Auf die Frage, ob er Northern das Geschäft entziehen wolle, sagte er: „Auf jeden Fall. Ich glaube nicht, dass der Service von Northern auch nur annähernd akzeptabel ist.“

          Eine Arriva-Sprecherin sagte der F.A.Z., es sei bekannt, dass das Unternehmen mit dem Northern-Betrieb „in den vergangenen Jahren mit großen Herausforderungen konfrontiert war“. Diese hätten außerhalb der direkten Kontrolle von Northern gelegen. „Deshalb hat uns die Regierung gebeten, einen Geschäftsplan für einen kürzeren Vertrag auf Basis einer Direktvergabe zu erstellen. Diese Gespräche sind noch nicht abgeschlossen."

          Schatten auf dem Börsengang

          Die Bahn-Tochter Arriva hatte 2015 die Ausschreibung zum Betrieb von Northern Rail bis zum Jahr 2025 gewonnen. Das Unternehmen versprach damals unter anderem neue und modernisierte Züge sowie einen verbesserten Service.

          Der drohende Lizenzentzug in Nordengland wirft einen Schatten auf den für dieses Jahr geplanten Börsengang von Arriva. Früheren Angaben zufolge soll die internationale Nahverkehrstochter der Bahn im zweiten Quartal an der Börse in Amsterdam mit einem Minderheitsanteil von etwa 25 Prozent gelistet werden.

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