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Lohn-Verhandlungen : Metall-Arbeitgeber erwägen frühes Tarifangebot

Arbeitgeber-Verhandlungsführer Arndt G. Kirchhoff Bild: dpa

Der Verhandlungsführer Arndt Kirchhoff fordert eine Differenzierungsklausel und hofft auf einer zügige Annäherung mit der IG Metall.

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          In der Tarifrunde für die 3,8 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie deutet sich erstmals seit Beginn der Verhandlungen vor drei Wochen eine Bewegung an: Die Arbeitgeber prüfen für den Auftakt zur zweiten Verhandlungsrunde mit der IG Metall im Bezirk Nordrhein-Westfalen die Vorlage eines Tarifangebots. "Beide Seiten haben eine Verantwortung dafür, eine Lösung nicht zu verzögern. Wir müssen bereit sein, unseren Teil der Verantwortung dafür zu übernehmen", sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands Metall NRW, Arndt G. Kirchhoff, in einem Gespräch mit der F.A.Z.. Kirchhoff ist auch Vizepräsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          In den Verhandlungen, in denen die IG Metall 5 Prozent mehr Lohn fordert, ist inzwischen in allen Tarifgebieten jeweils die erste Verhandlungsrunde absolviert. Der Bezirk Nordrhein-Westfalen macht am 11. April den Auftakt zur zweiten Runde. Kirchhoff kündigte an, die Metall-Arbeitgeber aus allen Tarifgebieten würden sich kurz vor diesem Termin in einer gemeinsamen Sitzung in Düsseldorf über das weitere Vorgehen abstimmen. Von dort könnte damit ein Signal ausgehen, dass die Arbeitgeber an einer raschen Einigung interessiert sind. Die IG Metall ist in den westlichen Tarifgebieten noch bis Ende April durch die Friedenspflicht an Streiks gehindert.

          Kirchhoff forderte zugleich die Gewerkschaft auf, einen Tarifabschluss mit einer sogenannten Differenzierungsklausel zuzulassen. Damit könnte Betreiben in wirtschaftlicher schwieriger Lage etwa eine gewisse Verschiebung der Lohnerhöhung erlaubt werden. "Wir müssen diesmal eine Differenzierung erreichen", sagte er. Da es derzeit eine "enorme Spreizung der wirtschaftlichen Situation" zwischen den einzelnen Industriezweigen gebe, sei eine solche Klausel dringend notwendig, um eine Überforderung etlicher Unternehmen zu vermeiden.

          In der ersten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber in allen Tarifgebieten scharfe Kritik an der 5-Prozent-Forderung der IG Metall geäußert. Kirchhoff warnte die Gewerkschaft insbesondere davor, durch einen zu hohen Lohnabschluss noch mehr Betriebe zu einer Abkehr vom Flächentarifvertrag zu veranlassen. "Wenn wir etwas für die Tarifbindung tun wollen, müssen wir zu allererst darauf achten, dass unsere Lohnpolitik nicht diejenigen Unternehmen überfordert, die dem Flächentarifvertrag bisher die Stange halten", forderte er.

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