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Musikerin gegen Modekette : Ariana Grande verklagt Forever 21

Werbung vs. Video Bild: Reuters

Die Pop-Musikerin wirft der Modekette vor, mit einem ihr sehr ähnlichen Model geworben und Szenen aus zwei ihrer Videos kopiert zu haben. Dabei hätte Grande fast selbst für Forever 21 geworben.

          1 Min.

          Die amerikanische Musikerin Ariana Grande verklagt die Modekette Forever 21. Grande wirft dem Unternehmen vor, eine Werbekampagne mit einem Model produziert zu haben, dass ihr sehr ähnlich sehe. Zudem soll das Unternehmen auch  Gestik und Kleidung aus zwei ihrer Musikvideos kopiert haben. Im Kern geht es um das vor fünf Monaten veröffentlichte Video zum Stück „7 Rings“, das auf Youtube mittlerweile mehr als 550 Millionen mal angeschaut wurde.

          Benjamin Fischer

          Redakteur in der Wirtschaft.

          In der Klageschrift sind verschiedene Ausschnitte aus dem Video und Bilder der Forever 21-Anzeige auf Instagram nebeneinander gestellt. Die Ähnlichkeit sei „unheimlich“ und offenkundig habe das Unternehmen potentiellen Kunden vermitteln wollen, Grande habe der Werbung zugestimmt und unterstütze Forever 21, heißt es in dem Dokument. Auch das Video zum Lied „Thank U, Next“ und vermeintlich ähnliche Werbe-Fotos sind Teil der Klage. Zudem wird in einer Werbung auch ein Zitat aus “7 Rings“ („Gee, thanks, just bought it“) verwendet. Gefordert werden mindestens zehn Millionen Dollar Schadenersatz.

          Pikanterweise soll Forever 21 sich im vergangenen November um eine Kooperation mit der 26 Jahre alten Musikerin bemüht haben, bei der es hauptsächlich um Beiträge auf ihren Kanälen in den sozialen Medien gehen sollte. Allein auf Instagram folgen Grande mehr als 163 Millionen Nutzer. Eine Zusammenarbeit sei letztlich an der zu geringen Zahlungsbereitschaft der Modekette gescheitert.

          Grammy & Coachella-Rekord

          Diese habe laut der Klageschrift keinen „angebrachten Preis“ für Grandes Marktwert zahlen wollen. Schon für einen einzigen Post von Grande könnten demnach üblicherweise „mehrere 100.000 Dollar“ Honorar angesetzt werden. Das Unternehmen wollte sich zum Verfahren nicht äußern, man hoffe aber, dass für beide Seiten eine zufriedenstellende Lösung gefunden werde und man in Zukunft weiter zusammenarbeiten könne.

          Grandes jüngstes Album („Thank You, Next“) erschien am 15. Februar und hält sich seitdem in den offiziellen Deutschen Charts. Einen Platz in den Top-10 hatte es allerdings nur vier Wochen lang inne, aktuell steht es auf Platz 90. Die Charts werden nach dem jeweils in der betrachteten Woche erzielten Umsatz berechnet.

          Kommerziell deutlich erfolgreicher war es – wie auch schon die vier Alben zuvor – in Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Mit ihrem vierten Album („Sweeter“) gewann sie in der Kategorie „Bestes Pop-Album“ einen Grammy. Im April diesen Jahres war sie zudem mit 25 Jahren der jüngste Headliner in der Geschichte des renommierten Coachella-Festivals.

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