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Stahl : Die Stahlindustrie entdeckt den Schrottplatz

  • Aktualisiert am

Der Stahlkonzern Arcelor übernimmt einen Teil des Schrottgeschäftes von Alba - da ist noch mehr im Angebot

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          bü. Düsseldorf ⋅ Axel Schweitzer ist beim Verkauf des Metallgeschäftes schon einen Schritt weiter als sein Bruder Eric: Drei Gesellschaften für das Recycling von Altelektronik und Schrotten, die zu seinem Anteil an der Berliner Alba-Gruppe gehören, werden bei Arcelor-Mittal landen. Zehn Schrottplätze wechseln den Besitzer, der Stahlkonzern sichert sich damit rund 400 000 Tonnen Altmetall im Jahr. Auch sein Bruder Eric will sein Schrottgeschäft versilbern. Er kontrolliert seit der Aufteilung des Familienunternehmens die Alba SE, ein börsennotiertes Unternehmen. Knapp 700 000 Tonnen Schrotte hat es im vorigen Jahr gehandelt und damit einen Umsatz von 378 Millionen Euro erzielt.

          Der Zeitpunkt für einen Verkauf könnte kaum besser sein. Die Umstellung auf eine „grüne“ Stahlproduktion macht Metallschrott zu einem begehrten Gut. Eingeschmolzen im Elektrolichtbogenofen, entsteht daraus neuer Stahl mit einem umweltverträglicheren Fußabdruck. Statt mindestens zwei Tonnen Kohlendioxid wie in der Primärstahlproduktion im Hochofen fällt je Tonne Recyclingstahl nur eine halbe Tonne an. Unternehmen wie die Georgsmarienhütte produzieren nur im Schmelzofen, andere Stahlkocher mischen auf der Hochofenroute größere Mengen Schrott bei, um ihre Klimabilanz zu verbessern.

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