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Arcandor : Verlöschender Glanz

  • -Aktualisiert am

Das Berliner Nobelkaufhaus KaDeWe bei Nacht Bild: ddp

Es steht schlecht um Arcandor - das seit Jahren kämpfende Unternehmen braucht dringend Geld. Ohne frisches Kapital kann nicht einmal die Restrukturierung erfolgen. Wenn jetzt vom Verkauf des KaDeWe in Berlin die Rede ist, klingt das nach Verzweiflung.

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          Es kommt weniger Geld rein als rausgeht. So klar umschreibt Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick die prekäre Situation des Essener Warenhaus- und Touristikkonzerns. Dass dies nicht lange gutgeht, weiß jeder kleine Krämer. Auch Eick macht keinen Hehl daraus, dass es um das seit Jahren um seine Zukunft kämpfende Unternehmen so ernst steht wie selten zuvor. Arcandor benötigt dringend Geld.

          Dabei geht es nicht nur um die Refinanzierung vorhandener Linien, sondern auch um neue Finanzmittel. Denn andernfalls kann nicht einmal die jetzt von dem neuen Management auf den Weg gebrachte Restrukturierung umgesetzt werden.

          Mit dem Konsolidierungskonzept, das der langjährige Telekom-Finanzvorstand am Sonntag dem Aufsichtsrat vorgelegt hat, muss das Vertrauen von Investoren und Banken gewonnen werden. Es muss sitzen und schnelle Erfolge bringen. Eick hat nur diesen Schuss frei. Viel zu basteln gibt es nicht mehr. Sein Vorgänger hat das Tafelsilber weitgehend verkauft.

          Wenn jetzt sogar traditionsreiche Nobelhäuser wie das Berliner KaDeWe oder das Hamburger Alsterhaus zur Disposition stehen, klingt dies nach Verzweiflungstat. Nun droht auch der letzte Glanz zu verlöschen.

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