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Neuer Großinvestor : Araber steigen bei Vodafone ein

  • Aktualisiert am

Hat auf einen Schlag einen neuen großen Aktionär: 9,8 Prozent der Vodafone-Aktien wurden von der Emirates Telecommuncations Group Company gekauft. Bild: dpa

Für mehr als vier Milliarden Dollar holt sich die Gruppe aus Abu Dhabi ein Zehntel von Vodafone. Dessen Chef steht unter Druck, bessere Ergebnisse zu liefern.

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          ppl. London ⋅ Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone erhält überraschend einen neuen Großaktionär aus dem Golfstaat Vereinigte Arabische Emirate. Die Emirates Telecommunications Group Company hat den Kauf von 9,8 Prozent der Vodafone-Aktien für 4,4 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) bekannt gegeben. Die in Abu Dhabi sitzende staatlich kontrollierte Gruppe wird damit mit einem Schlag größter Aktionär von Vodafone. Sie zahlte laut britischen Medienberichten knapp mehr als 129 Pence je Aktie und damit einen Aufschlag von 10 Prozent zum Freitagsschlusskurs. Am Montag stieg der Vodafone-Kurs an der Börse London um 1,8 Prozent auf 120 Pence.

          Die Emirates Telecommunications Group Company, die sich „e&“ abkürzt, will ein langfristiger Aktionär und Investor bei Vodafone sein. Sie unterstütze den gegenwärtigen Vorstand, hieß es. Für die Gruppe aus dem reichen Ölemirat ist die Vodafone-Investition Teil einer Diversifikationsstrategie über den Nahen Osten, Afrika und Südasien hinaus, wo sie bislang vor allem aktiv ist. Das Unternehmen aus Abu Dhabi wird von Hatem Dowidar geführt, einem früheren Chef von Vodafone Ägypten. Ein Angebot für die restlichen Vodafone-Anteilscheine sei nicht geplant, heißt es. Dabei wäre der Kurs dafür recht günstig.

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