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Software für das Smartphone : Das Milliardengeschäft mit den Apps

Immer online: Vor allem junge Menschen blicken ständig aufs Smartphone – nicht nur wenn sie gerade Pokémon jagen. Bild: dpa

Seit zehn Jahren gibt es eigens an Smartphones angepasste mobile Software. Die Umsätze damit sind gigantisch. Auch wenn sich hier und da Stagnation abzeichnet: Die globalen Aussichten sind gut.

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          Lässt sich mit Handy-Apps eigentlich Geld verdienen, wo die meisten doch kostenlos sind? Und wie. Die Zeiten der ganz großen Wachstumsraten sind zwar längst vorbei, und die Erlöse steigen im Jahresvergleich nur noch in bescheidenem Umfang. Klagen wären jedoch unangebracht. Software für Mobilgeräte füllt die Kassen von Entwicklern und App-Store-Betreibern reichlich. Das Geld fließt größtenteils erst nach dem Herunterladen, sei es für Werbung, sei es für kostenpflichtige Zusatzangebote, sogenannte In-App-Downloads. All dies zusammengenommen, kletterten die Umsätze im vergangenen Jahr erstmals über die Marke von eineinhalb Milliarden Euro. Und das allein in Deutschland.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Der Boom von Apps ist ungebrochen“, sagt der Präsident des Digitalverbandes Bitkom, Achim Berg. „Mit Wearables wie etwa der Smartwatch und Fitnessarmbändern erweitert sich das Ökosystem rund um Apps nochmals deutlich.“ Allerdings ist ähnlich wie bei Smartphones eine gewisse Sättigung zu bemerken. Zwischen 2013 und dem vergangenen Jahr haben sich die Erlöse mit Handy- und Tablet-Apps zwar fast verdreifacht. Doch die Wachstumskurve flachte sich zuletzt drastisch ab (siehe Grafik). Von mittleren bis höheren zweistelligen Prozentraten ist die Branche inzwischen weit entfernt. Von 2016 auf 2017 betrug das Plus hierzulande gerade noch 4 Prozent.

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