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Handelsstreit : Neue Zölle gegen China könnten Apple-Produkte verteuern

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Während chinesische Händler wie hier in Shenzhen billige Imitate von Apple Watch und iPhone verkaufen, könnten die Originalprodukte in Amerika durch neue Importzölle gegen China deutlich teurer werden. Bild: Reuters

Apple-Uhr und iPhone könnten in den Vereinigten Staaten deutlich teurer werden, sollten die Einfuhrzölle auf chinesische Produkte steigen. Der Konzern warnt vor den Folgen des Handelsstreits für amerikanische Verbraucher.

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          Apple warnt vor zusätzlichen milliardenschweren Zöllen auf chinesische Importprodukte. Nach Darstellung des amerikanischen Konzerns hätte dies für Konsumenten in den Vereinigten Staaten Preissteigerungen zur Folge. Betroffen davon seien vermutlich die Apple-Uhr sowie vom Unternehmen produzierte Kopfhörer und Lautsprecher, teilte das Management in einem Schreiben an amerikanische Handelsbeauftragte mit.

          Apple gab nicht bekannt, ob auch das iPhone davon betroffen sein könnte. Es macht den Großteil des Umsatzes des amerikanischen Unternehmens aus. Der Konzern äußerte die Sorge, dass die Vereinigten Staaten die Zölle am stärksten zu spüren bekommen dürften. So drohten ein geringeres Wirtschaftswachstum und höhere Preise für die amerikanischen Verbraucher.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump droht China im laufenden Handelsstreit mit weiteren Importzöllen. Die 200 Milliarden Dollar, die jetzt schon Thema seien, könnten sehr bald umgesetzt werden, sagte Trump am Freitag zu Journalisten an Bord der Air Force One. „Und ich hasse es zu sagen, aber dahinter sind weitere 267 Milliarden Dollar, die kurzfristig angeordnet werden können, wenn ich es will.“

          Frist für öffentliche Eingaben zu Zöllen abgelaufen

          Am späten Donnerstagabend war eine Frist ausgelaufen, binnen derer die amerikanische Öffentlichkeit Eingaben zu den Zöllen machen konnte. Experten müssen vor einer Entscheidung über weitere Zölle zunächst knapp 6000 Stellungnahmen auswerten. Trump-Berater Larry Kudlow wollte nicht sagen, ob noch am Freitag mit einem Beschluss zu rechnen sei: „Wir werden eine Entscheidung über das Volumen, die Höhe und den Zeitpunkt treffen. Ich will dem nicht vorgreifen."

          Trotz des laufenden Handelsstreits sei der Gesprächsfaden mit der Volksrepublik aber nicht abgerissen, sagte Kudlow dem Sender CNBC. „Wir reden noch mit China über eine Reihe von Angelegenheiten.“ Es gehe den Vereinigten Staaten unter anderem um den Abbau von Zöllen und Handelsbarrieren sowie um einen Stopp von Technologietransfer und Diebstahl geistigen Eigentums. „Das sind unsere Forderungen seit vielen Monaten und bislang sind diese nicht erfüllt worden.“ Doch die Hoffnung sterbe zuletzt.

          Washington und Peking haben sich seit Anfang Juli gegenseitig mit Straf- und Vergeltungszöllen auf Waren im Volumen von insgesamt 100 Milliarden Dollar überzogen. Trump hat zusätzliche Einfuhrzölle auf chinesische Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar angedroht, Peking kündigte für diesen Fall Vergeltung an.

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