https://www.faz.net/-gqe-89a2z

iPhone-Produktion in China : Apple rüstet um auf Solarstrom

  • Aktualisiert am

Apple-Filiale in China Bild: Reuters

Der Technologiekonzern aus dem Silicon Valley setzt in China zu hundert Prozent auf grüne Energie. Auch der größte Zulieferer der Kalifornier, Foxconn, zieht mit.

          Apple und sein größter Zulieferer Foxconn haben sich zusammengeschlossen um Solarplantagen in China zu errichten, die mehr als 600 Megawatt Leistung liefern sollen. Für die beiden Unternehmen ist das ein großer Schritt hin auf das Ziel, in Zukunft alle chinesischen Fabriken mit sauberer Energie betreiben zu können. Das berichtet die Financial Times aus San Francisco.

          Foxconn will bis 2018 in der chinesischen Provinz Henan Solarkapazitäten von rund 400 Megawatt aufbauen. „Foxconn hat zugesichert, so viel saubere Energie zu generieren, wie seine Fabrik in Zhengzhou bei der Produktion des iPhones verbraucht“, sagte Apple. Der Technologiekonzern selbst will Solarplantagen mit rund 200 Megawatt Leistung über China verteilt errichten, um den Kohlenstoffausstoß zu reduzieren, der durch die Zuliefererkette produziert wird. Denn besonders im ländlichen Raum wird ein Großteil der Elektrizität aus Kohle gewonnen.

          „Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, und die Zeit zu Handeln ist jetzt“, sagte Apple-Chef Tim Cook in einer Stellungnahme am Mittwoch. „Wir glauben leidenschaftlich daran, die Welt in einem besseren Zustand zurückzulassen, als wir sie vorgefunden haben und wir hoffen, dass viele andere Zulieferer, Partner und weitere Unternehmen uns bei diesem wichtigen Bestreben unterstützen.“

          Cook will Größe des Konzerns gegen den Klimawandel nutzen

          Nachdem Solaranlagen mit 40 Megawatt Leistung in der Provinz Sichuan fertig gestellt worden sind, sei die Produktion in China nun CO2-neutral, so Apple. In den Vereinigten Staaten und China nutzt Apple damit zu hundert Prozent erneuerbare Energien - weltweit sind es immerhin 87 Prozent. Terry Gou, Gründer und Chef von Foxconn sagte, die zwei Unternehmen „teilten eine Vision, Nachhaltigkeit zu fördern“. Er hoffe, dass dieses Projekt mit erneuerbaren Energien als Katalysator für weitere Bemühungen funktionieren werden, ein grüneres Ökosystem in Industrie und darüber hinaus zu fördern, so Gou.

          Greenpeace begrüßte die Initiative von Apple und Foxconn - insbesondere in Hinblick auf die Lieferkette des Konzerns. Die Organisation hoffe, dass Samsung, Microsoft und andere IT-Unternehmen dem Beispiel folgen werden und ihre Vorreiterprodukte mit einer dem 21. Jahrhundert zeitgemäßen Energie produzieren werden, so Gary Cook, IT-Analyst von Greenpeace in den Vereinigten Staaten.

          Apple-Chef Tim Cook ist es wichtig, die Größe und Ressourcen seines Konzern dafür zu nutzen, dem Klimawandel entgegen zu treten. Früher in diesem Jahr hatte das Unternehmen bereits einen 850-Millionen-Handel mit „First Solar“ geschlossen, einem amerikanischen Solarenergie-Unternehmen. Eine Solarplantage in Kalifornien versorgt seitdem die Firmenzentrale, mehrere Apple-Geschäfte und ein Datenverarbeitungszentrum mit sauberer Energie.

          Weitere Themen

          Die Gamescom-Highlights im Überblick Video-Seite öffnen

          Videorundgang : Die Gamescom-Highlights im Überblick

          Ab heute können alle auf die Gamescom. Doch welche Hallen und Stände lohnen einen Besuch? F.A.Z.-Redakteur Bastian Benrath verrät es auf einem Videorundgang.

          Topmeldungen

          Finanzminister Scholz will den Soli zurückschrauben. Aber nicht für Sparer.

          Trotz Reform : Viele Sparer müssen weiter Soli zahlen

          Für die meisten Bundesbürger soll der Solidaritätszuschlag ab 2021 entfallen, sagt Finanzminister Scholz. Was er verschweigt: Für den Großteil der Sparer und Anleger gilt das nicht – und das sind nicht nur Großverdiener.
          Der Zusammenschluss von Car 2 Go und Drive Now ist ganz offensichtlich ein Eingeständnis des Scheiterns.

          Auch Mazda steigt aus : Carsharing fährt gegen die Wand

          Es soll eine Lösung für urbane Mobilität sein: Doch Carsharing rechnet sich nicht. Und nicht nur das: Die Autos kämen oft auch verdreckt oder beschädigt zurück, klagen die Anbieter. Jetzt gibt auch Mazda auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.