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Quartalszahlen : Apple verkauft wieder mehr iPhones

iPhones in einem Apple Store in Boston Bild: AP

Der Elektronikkonzern schafft mit seinem iPhone und im China-Geschäft eine Wende. Dafür gibt es eine Abschwächung in der Dienstleistungssparte – trotz „Apple TV+“.

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          Apple hat am Dienstag nach Börsenschluss deutlich besser als erwartete Quartalszahlen vorgelegt und zum ersten Mal seit mehreren Quartalen auch für sein iPhone-Handy und das Geschäft in China wieder Umsatzsteigerungen gemeldet. Der Aktienkurs des Elektronikkonzerns legte im nachbörslichen Handel zunächst um rund zwei Prozent zu. Er hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt, und Apples Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei fast 1,4 Billionen Dollar. Kein anderes amerikanisches Unternehmen wird so hoch bewertet.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Insgesamt meldete Apple für das 28. Dezember zu Ende gegangene Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 ein Umsatzplus um neun Prozent auf 91,8 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 88,5 Milliarden Dollar gerechnet. Beim iPhone stiegen die Umsätze um acht Prozent auf 56,0 Milliarden Dollar. Das Wachstum wurde nach Angaben des Unternehmens von reger Nachfrage nach neuen Modellen wie dem iPhone 11 angekurbelt. Die Erholung beim iPhone ist insofern von besonderem Gewicht, weil das Handy das mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns ist und für mehr als 60 Prozent des Umsatzes steht.

          Die zweitwichtigste Sparte ist mittlerweile das Dienstleistungsgeschäft mit Angeboten wie dem Bezahldienst Apple Pay oder der im November gestarteten Videoplattform Apple TV+. Hier stieg der Umsatz um 17 Prozent 12,7 Milliarden Dollar, was trotz des neuen Videodienstes etwas weniger war als in vorangegangenen Quartalen. Mit Apple TV+ ist der Konzern in Konkurrenz zu Netflix und anderen Videodiensten getreten. Mit einer monatlichen Gebühr von 4,99 Euro unterbietet Apple das 11,99 Euro teure Standard-Abonnement von Netflix im Preis deutlich. Wer sich Apple-Geräte wie ein iPhone oder ein iPad anschafft, bekommt Apple TV+ sogar ein Jahr lang kostenlos.

          Das stärkste Wachstum schaffte das Unternehmen einmal mehr in der Sparte, zu der die Computeruhr Apple Watch und die kabellosen Airpod-Kopfhörer zählen. Hier stieg der Umsatz um 37 Prozent auf 10,0 Milliarden Dollar. Die Umsätze mit dem iPad fielen dagegen um 11 Prozent auf 6,0 Milliarden Dollar, bei den Macintosh-Computern gab es ein Minus von drei Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar.

          Der Nettogewinn von Apple stieg um 11 Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie von 4,99 Dollar war um 44 Cent höher als erwartet. Auch der Ausblick auf der nächste Quartal lag über den Erwartungen. Vorstandschef Tim Cook gab aber zu, dass das Coronavirus, das sich in China und mittlerweile auch anderswo rasant ausbreitet, derzeit für zusätzliche Unsicherheit sorgt. Grundsätzlich hat sich das Geschäft in China wieder erholt, nach zum Teil deutlichen Umsatzrückgängen in den vorangegangenen Quartalen konnte Apple diesmal ein Wachstum von drei Prozent melden. Die jüngsten Entschärfung im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China hat dafür gesorgt, dass Apple Importzölle auf wichtige Produkte wie das iPhone erspart bleiben.

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