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Apple : Steve Jobs wieder im Job

  • Aktualisiert am

Apple-Chef Jobs arbeitet wieder Bild: AP

Nach seiner Lebertransplantation ist Steve Jobs wieder zurück im Büro - zunächst aber nur in Teilzeit: Der Apple-Mitbegründer wird nicht wie früher bis in die tiefe Nacht auf dem Firmen-Campus arbeiten, sondern auch von zuhause aus. Künftig dürfte sich Jobs vor allem um die strategische Ausrichtung der Firma kümmern.

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          Er ist zurück: Apple-Chef Steve Jobs hat zum Wochenbeginn wieder seine Arbeit in der Unternehmenszentrale in Cupertino aufgenommen. In der Auszeit von rund fünf Monaten wurden die Ursachen seines dramatischen Gewichtsverlustes diagnostiziert und eine Lebertransplantation vorgenommen, von der er sich inzwischen halbwegs erholt haben dürfte. Der Apple-Mitbegründer wird aber nicht wie früher bis in die tiefe Nacht in seinem Büro auf dem Firmen-Campus arbeiten, sondern sich auch von zu Hause aus mit der strategischen Ausrichtung seines Unternehmens beschäftigen.

          Geordnete Verhältnisse nach der Rückkehr

          Jobs hat bei seiner Rückkehr geordnete Verhältnisse vorgefunden. Das Team von Interims-Chef Tim Cook hat in der Zwischenzeit nicht nur neue Macintosh-Rechner und ein runderneuertes iPhone auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu manchem Wettbewerber musste Apple in diesen Krisenzeiten auch keinen Absatzeinbruch hinnehmen.

          Der Finanzmarkt honorierte diese Arbeit. In den vergangenen sechs Monaten stieg der Kurs der Apple-Aktie um rund 65 Prozent auf knapp 142 Dollar an, während der Nasdaq-Index im gleichen Zeitraum nur um 22 Prozent zulegen konnte. Allerdings weist der Apple-Kurs riesige Schwankungen auf ­ auch weil immer wieder Gerüchte auftauchten, Steve Jobs werde wegen seiner schweren Erkrankung nicht mehr zu Apple zurückkehren.

          „Sehr froh, dass er wieder da ist“

          So glücklich die Investoren über die Rückkehr von Jobs sind, so sehr regen sie sich über die Informationspolitik von Apple auf. Das Unternehmen stellt sich auf den Standpunkt, dass der Gesundheitszustand von Jobs seine Privatsache sei. Daher verschwieg Apple auch wochenlang die Tatsache, dass sich der Firmenchef in Memphis im amerikanischen Bundesstaat Tennessee einer Lebertransplantation unterzogen hatte. Erst nachdem das „Wall Street Journal“ von dem gravierenden Eingriff berichtete, bestätigte ein Krankenhaussprecher die Operation.

          Auch zur Rückkehr von Jobs an seinen Arbeitsplatz am Montag zeigte sich Firmensprecher Steve Dowling nicht gerade in Plauderlaune: „Derzeit arbeitet er bei Apple einige Tage in der Woche. Die anderen Tage arbeitet er von zu Hause aus. Wir sind sehr froh, dass er wieder da ist.“

          Noch ist unklar, in welchem Umfang sich Steve Jobs in Zukunft mit der Produktentwicklung bei Apple beschäftigen wird. In der Vergangenheit hatte der Detailfanatiker häufig seine Ingenieure und Designer solange genervt, bis das Produkt exakt seinen Vorstellungen entsprach. Aus dem Apple-Umfeld ist nun zu hören, dass Jobs sich künftig vor allem um die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens kümmern werde.

          Macht er sich künftig rar?

          Noch in diesem Jahr wird sich zeigen, ob Jobs für Kunden und Partner sichtbar auf die Bühne zurückkehren wird. Im frühen Herbst steht eine Präsentation einer neuen iPod-Produktfamilie für das kommende Weihnachtsgeschäft an. Sollte der Apple-Vorstandschef diesen Auftritt wieder Marketing-Chef Phil Schiller überlassen, müssten sich die Apple-Fans damit abfinden, dass der charismatische Firmenlenker sich künftig in der Öffentlichkeit noch rarer machen wird.

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          Unser Autor: Martin Benninghoff

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