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Auto-Hersteller in Sorge : Apple sorgt für Aufregung

Als Konkurrent ist Apple gefürchtet, denn die Kasse der Amerikaner ist mit gigantischen Beträgen gefüllt. Bild: Reuters

Es wird spannend sein zu sehen, wie VW, BMW und Co. reagieren, falls ihr Zulieferer Apple plötzlich selbst Autos bauen sollte. Eine Behandlung als Kunden zweiter Klasse werden sie kaum hinnehmen.

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          Die traditionellen Autohersteller sind nervös, denn es mehren sich Spekulationen über den Einstieg des Technikgiganten Apple in den Markt. Schließlich verfügt der Konzern mit seinem Börsenwert von mehr als 2 Billionen Dollar über gewaltige finanzielle Reserven, was angesichts der hohen Entwicklungskosten für Elektromobilität und autonomes Fahren entscheidend sein kann. Was die Märkte den Kaliforniern zutrauen, lässt sich am Kurssprung der Hyundai-Aktie ablesen, nachdem die Koreaner Gespräche mit Apple über eine Zusammenarbeit bestätigten.

          Vielleicht hat sich Hyundai mit dieser Indiskretion schon ins Aus geschossen, denn Apple-Partner sind zu höchster Diskretion verpflichtet. Einen industriellen Partner braucht der Softwareriese für sein Autoprojekt „Titan“ aber offensichtlich schon. Mit Carplay zur Koppelung des iPhones an das Fahrzeug hat sich Apple im Infotainmentbereich schon gegen Insellösungen klassischer Hersteller durchgesetzt.

          Spannend wird daher sein zu sehen, wie VW, BMW und Co. reagieren, wenn ihr Zulieferer und Partner Apple plötzlich zum Mitbewerber werden sollte. Eine Behandlung als Kunden zweiter Klasse werden sie kaum hinnehmen. Damit ausgerechnet einem Rivalen Samsung in die Hände zu spielen, wird Apple jedoch bestimmt nicht wollen.

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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