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Eine Kundin vor einem Apple-Geschäft im kanadischen Toronto Bild: Reuters

Rekordgeschäfte : Apple macht 123 Milliarden Dollar Umsatz in drei Monaten

Der Elektronikkonzern meldet wachsende Geschäfte – obwohl es Lieferengpässe gab und die jüngsten iPhone-Modelle keine großen Veränderungen brachten.

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          Apple hat mit seinen am Donnerstag nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen für eine positive Überraschung gesorgt. Der amerikanische Elektronikkonzern meldete einen Rekordumsatz, obwohl er unter Schwierigkeiten in der Lieferkette wie einem Mangel an Halbleitern litt und obwohl die jüngste iPhone-Reihe keine allzu großen Veränderungen zu den vorherigen Modellen brachte.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Der Aktienkurs von Apple notierte im nachbörslichen Handel zunächst rund zwei Prozent im Plus. Der Konzern hat erst Anfang Januar einen Meilenstein an der Börse erreicht und erstmals mit seiner Marktkapitalisierung die Schwelle von 3 Billionen Dollar überschritten. Seither ging es inmitten eines schwachen Börsenumfelds aber wieder nach unten, derzeit sind es rund 2,6 Billionen Dollar.

          Nur das iPad schwächelt

          Insgesamt meldete Apple für die vergangenen drei Monaten ein Umsatzwachstum um 11 Prozent auf 123,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 118,7 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn betrug 34,6 Milliarden Dollar, das Ergebnis je Aktie von 2,10 Dollar war um 21 Cent besser als erwartet.

          Auch mit dem iPhone, seinem mit Abstand wichtigsten Produkt, schnitt Apple deutlich besser als erwartet. Es brachte einen Umsatz von 71,6 Milliarden Dollar ein und damit 9 Prozent mehr als im Vorjahr und gut 3 Milliarden Dollar mehr als von Analysten vorhergesagt. Es stand damit für fast 58 Prozent des Konzernumsatzes. Dabei brachte die im September auf den Markt gekommene Modellgeneration iPhone 13 nach Auffassung in der Branche keine ähnlich große Weiterentwicklung wie das iPhone 12 im Jahr zuvor. Das iPhone 12 war das erste Apple-Handy, das mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G arbeiten konnte.

          Auch in den meisten seiner anderen Produktkategorien schaffte Apple Wachstum. Einzige Ausnahme war der Tabletcomputer iPad. Hier fiel der Umsatz um 14 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar. Im Dienstleistungsgeschäft, der mittlerweile zweitgrößten Sparte von Apple, gab es einen Zuwachs um 24 Prozent auf 19,5 Milliarden Dollar. Dazu gehören Angebote wie der App Store oder der Bezahldienst Apple Pay. In der Sparte mit der Digitaluhr Apple Watch und den kabellosen AirPod-Kopfhörern stiegen die Umsätze um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar, bei Macintosh-Computern gab es ein Plus um 25 Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar.

          APPLE

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          Apple hatte schon vor drei Monaten gewarnt, die Schwierigkeiten in den Lieferketten würden das Unternehmen im aktuellen Quartal mehr als 6 Milliarden Dollar kosten. Der Vorstandsvorsitzende Tim Cook sagte jetzt aber, er rechne für das erste Quartal des neuen Jahres mit einer Entspannung.

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