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Quartalszahlen : Apple übertrifft die Erwartungen

Ein Selfie mit Apple-Chef Tim Cook bei der Vorstellung des neuen iPhones im September Bild: AFP

„Die Trends sehen sehr gut aus“: Der Elektronikkonzern Apple zeigt sich zufrieden mit der Resonanz auf die neuen iPhones. Aber die Umsätze mit den Geräten schrumpfen noch immer.

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          Der amerikanische Elektronikkonzern Apple hat mit seinen am Mittwoch nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen, meldete allerdings abermals rückläufige Umsätze für sein iPhone. Die Börse zeigte sich insgesamt zufrieden, und der Aktienkurs legte nachbörslich um rund zwei Prozent zu. Apple liefert sich derzeit mit dem Softwarekonzern Microsoft ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Position des wertvollsten amerikanischen Unternehmens. Beide Technologiegiganten haben derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 1,1 Billionen Dollar. Der Aktienkurs von Apple ist seit Jahresbeginn um mehr als 55 Prozent gestiegen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Für das am 28. September zu Ende gegangene Schlussquartal des Geschäftsjahres 2018/2019 meldete Apple ein Umsatzplus von zwei Prozent auf 64 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit rund 63 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn fiel wegen gestiegener Kosten um 3 Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie von 3,03 Dollar war aber um 19 Cent besser als erwartet.

          Der Umsatz mit dem iPhone, Apples mit Abstand wichtigstem Produkt, fiel im vergangenen Quartal um 9 Prozent auf 33,4 Milliarden Dollar. Das war allerdings eine Verbesserung gegenüber den vorangegangenen Quartalen, als der iPhone-Umsatz jeweils um einen zweistelligen Prozentsatz gefallen war. Vorstandsvorsitzender Tim Cook begründete den Aufwärtstrend mit den neuen Modellen wie dem iPhone 11, die rund eine Woche vor Ende des Geschäftsquartals herauskamen. Apple sei „begeistert“ von der Resonanz auf die Geräte, „die Trends sehen sehr gut aus“.

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          Startschuss für „Apple TV+“

          Besonders gut schnitt Apple einmal mehr in der Dienstleistungssparte ab, zu der Angebote wie der Bezahldienst Apple Pay oder die Musikplattform Apple Music gehören. Dies ist heute Apples zweitgrößtes Geschäftsfeld, und der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar. Apple baut sein Angebot an Dienstleistungen rasant aus. An diesem Freitag ist der Startschuss für den Online-Videodienst „Apple TV+“, mit dem sich der Konzern auf ein umkämpftes Gebiet wagt. Er wird hier gegen Netflix und den Videodienst des Online-Händlers Amazon.com konkurrieren, am 12. November wird auch der Unterhaltungskonzern Walt Disney seine mit Spannung erwartete Videoplattform „Disney+“ starten. Apple hat im vergangenen Quartal sein Angebot an Dienstleistungen schon um eine Plattform für Videospiele und eine eigene Kreditkarte erweitert.

          Deutlich zulegen konnte Apple in der Sparte, zu der die Computeruhr Apple Watch und die kabellosen Airpod-Kopfhörer gehören. Hier stieg der Umsatz um 54 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Im Geschäft mit dem Tabletcomputer iPad erhöhte sich der Umsatz um 17 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar, bei den Macintosh-Computern gab es ein Umsatzminus um 5 Prozent auf 7,0 Milliarden Dollar.

          Weiter aufgehellt hat sich im vergangenen Quartal Apples Geschäft in China. Der Umsatz fiel hier um zwei Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar, in vorherigen Quartalen des Geschäftsjahres gab es zeitweise Umsatzrückgänge von mehr als zwanzig Prozent. Angesichts des derzeitigen Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China wird Apples Entwicklung in dem asiatischen Land derzeit besonders aufmerksam beobachtet. China ist für Apple nicht nur ein großer Absatzmarkt, sondern auch ein wichtiger Produktionsstandort. Das macht den Konzern anfällig für mögliche Einfuhrzölle in Amerika.

          Für das kommende Quartal erwartet Apple einen Umsatz von 85,5 Milliarden bis 89,5 Milliarden Dollar, erwartet also ein Wachstum gegenüber dem Vorjahreswert von 84,3 Milliarden Dollar.

          Apple-Aktie

          APPLE

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