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Smartphone-Hersteller : Samsung macht mehr Gewinn als jeder Dax-Konzern

  • Aktualisiert am

Samsung kündigt Gewinnsteigerung von 80 Prozent an. Bild: dpa

Zwar läuft das Geschäft mit Smartphones für die Koreaner zuletzt nicht mehr so gut, doch Chips und Displays sind gefragt. Die erwartete Gewinnsteigerung ist enorm.

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          Das Geschäft mit den Smartphones lief für Samsung nicht mehr so rund. Konkurrenten wie Apple machen den Markt für den Marktführer eng. Doch für das dritte Quartal rechnet der südkoreanische Hersteller - nach zwei Jahren rückläufiger Ergebnisse - mit einem kräftigen Gewinnzuwachs. Der operative Gewinn wird nach der Prognose des führenden südkoreanischen Technologie-Unternehmens im Jahresvergleich um knapp 80 Prozent auf 7,3 Billionen Won (5,6 Mrd Euro) steigen.  So viel Gewinn macht kein deutsches Dax-Unternehmen.

          Den größten Gewinn im Dax fuhr zuletzt der Volkswagen-Konzern ein. Im zweiten Quartal 2015 konnte der Automobil-Hersteller einen Gewinn von etwa 3,49 Milliarden Euro verkünden und liegt damit deutlich unter dem erwarteten Gewinn der Südkoreaner.

          Den Gewinnzuwachs von Samsung führten Analysten bei einem nach wie vor starken Preiskampf bei Smartphones vor allem auf das robuste Geschäft mit Chips und Displays zurück. Der Umsatz sei schätzungsweise um 7,5 Prozent auf 51 Billionen Won (39,3 Mrd Euro) geklettert, teilte Samsung am Mittwoch mit. Genaue Geschäftszahlen legt Samsung traditionell erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

          Abstriche bei den Oberklasse-Smartphones

          Mit seiner Prognose für die Monate Juli bis September liegt Samsung deutlich über den Markterwartungen. Die Umfrage der nationalen Finanznachrichtenagentur Yonhap Infomax unter 16 Marktanalysten hatte einen Mittelwert von 6,5 Billionen Won (5 Mrd Euro) beim operativen Gewinn ergeben. Auch günstige Währungseinflüsse könnten für den Anstieg verantwortlich sein, hieß es. Samsung ist der größte Hersteller von Smartphones, Speicherchips und Fernsehern.

          Die Experten erwarten, dass Samsung auch bei Smartphones dank der steigenden Nachfrage nach günstigen Modellen einen höheren Absatz erzielt hat. Samsung habe 83 Millionen Geräte verkauft, gut zehn Millionen mehr als im zweiten Vierteljahr, zitierte Yonhap einen Analysten von Samsung Securites. Allerdings wirkten sich die fallenden Preise auf das Ergebnis der Mobilsparte aus.

          Angesichts der Konkurrenz aus Amerika und China fielen zuletzt auch die Absatz-Erwartungen für das neueste Oberklassen-Smartphone von Samsung insgesamt niedriger aus. Im Smartphone-Markt tobt sowohl bei günstigen als auch bei teuren Geräten einer harter Preiswettbewerb. In Asien machten im vergangenen Jahr besonders lokale Hersteller in China und Indien den Südkoreanern ihre Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig. Bei Oberklasse-Geräten verzeichnete vor allem Apple große Absatzerfolge.

          Nach der Gewinnankündigung machten sich unter den Anlegern Erleichterung und Zuversicht breit. Die Aktie legte 8,7 Prozent zu, der größte Tagesgewinn seit fast sieben Jahren. „Es gab Befürchtungen, dass die Ergebnisse mit sinkenden Smartphone-Gewinnen weiter zurückgehen würden, aber die Zahlen zeigen nun, dass Samsung die Kraft hat, der Schwäche des Handy-Geschäfts standzuhalten", sagte Analyst Lee Seung-woo vom Broker IBK Securities. Samsung nannte keine weiteren Details. Der Konzern will die endgültigen Zahlen Ende Oktober vorlegen.

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