https://www.faz.net/-gqe-7jguk

Antrag bei Bundesnetzagentur : Post will Briefporto auf 60 Cent erhöhen

  • Aktualisiert am

Das Verschicken eines Standardbriefs mit der Deutschen Post könnte bald teurer werden Bild: AP

Erst zu Jahresbeginn erhöhte die Post erstmals seit 15 Jahren das Porto für einen Brief. Nun soll es eine weitere Anhebung auf 60 Cent geben. Auch die Preise für andere Briefformate sollen steigen.

          1 Min.

          Die Deutsche Post will das Briefporto erhöhen. Der Preis für einen Standardbrief soll 2014 um zwei Cent auf 60 Cent angehoben werden, wie die Deutsche Post am Freitag in Bonn mitteilte. Die Post stellte einen entsprechenden Antrag bei der Bundesnetzagentur. Damit sollen die Preise an die gestiegenen Kosten angepasst werden, wie es hieß. Die Preise für die anderen nationalen Briefformate wie Kompaktbrief und Postkarte sollen unverändert bleiben. Der Preis für ein Einschreiben soll um zehn Cent steigen. Inlandspakete werden um neun Cent teurer. Zuvor hatte das Handelsblatt über die Pläne der Post berichtet.

          Branchenexperten hatten bereits damit gerechnet, dass sich die Post in Kürze zum künftigen Porto äußert. Hintergrund ist ein Vorschlag der Bundesnetzagentur, der dem Dax-Konzern für die kommenden fünf Jahre mehr Spielraum für Portoerhöhungen gibt als bisher. Die Agentur steckt als Regulierungsbehörde für den Briefmarkt den Rahmen ab, in dem sich Erhöhungen des Briefportos der Deutschen Post ab 2014 bewegen können.

          Leitplanken sollen nach dem aktuellen Vorschlag die Inflationsrate sowie Produktivitätsfortschritte der Post sein, die die Bundesnetzagentur mit 0,2 Prozent veranschlagt - und damit niedriger ansetzt als in den vergangenen Jahren. Für das Jahr 2013 hatte die Post erstmals seit 15 Jahren die Verbraucher beim klassischen Briefporto stärker zur Kasse gebeten. Den Preis für den Standardbrief bis 20 Gramm hatte der Konzern von 55 Cent auf 58 Cent erhöht. Die Erhöhung brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro Mehreinnahmen.

          Die Bonner sind in Deutschland das einzige Unternehmen, das die flächendeckende Versorgung der Verbraucher mit Briefen sicherstellt. Wettbewerber wie TNT Post konzentrieren sich auf die Verteilung von lukrativen Massensendungen in Ballungsräumen. Die Post kämpft seit Jahren in der Briefsparte auch mit der wachsenden Konkurrenz durch die E-Mail - die Sendungsmengen sinken.

          Bild: dpa

          Weitere Themen

          Der Einzelhandel schlägt Alarm Video-Seite öffnen

          Corona-Beratungen : Der Einzelhandel schlägt Alarm

          Der deutsche Einzelhandel pocht vor den neuen Corona-Beratungen von Bund und Ländern auf schnelle Hilfen und Öffnungskonzepte für die geschlossenen Läden.

          Topmeldungen

          Ort der Übergabe? Die russische Botschaft in Berlin.

          Spionagevorwurf : Russischer Spitzel im Bundestag war offenbar Stasi-IM

          Der Generalbundesanwalt hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der Grundrisse des Bundestages an den russischen Geheimdienst GRU weitergegeben haben soll. Offenbar handelt es sich um einen früheren Stasi-IM.
          Janine Wissler (Die Linke) im Oktober 2020

          Die Linke und Marx21 : Wie radikal ist Janine Wissler?

          Die extremistische Gruppe Marx21 hat Janine Wissler geprägt. Jetzt distanziert sich die Politikerin, die am Wochenende zur Ko-Vorsitzenden der Linkspartei gewählt werden soll, vorsichtig davon. Ist das glaubhaft?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.