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Baldiger Außenhandelspräsident : „Die italienische Justiz ist abenteuerlich“

Anton Börner, designierter Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen Bild: Aders, Hannah

Der künftige Außenhandelspräsident Anton Börner spricht aus eigener Erfahrung, wenn er vor unkontrollierter EU-Hilfe für Rom warnt. Wünsche hat er aber auch an die deutsche Politik.

          6 Min.

          Herr Börner, wir wähnten Sie eigentlich zufrieden auf Ihrem Weingut in Italien. Was zieht Sie nach nur drei Jahren wieder zurück auf die Berliner Bühne, auf der Sie fast zwei Jahrzehnte mit klaren Worten die Interessen der deutschen Außenhändler vertreten haben?

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

          Ganz einfach, ich wurde gefragt, ob ich nicht einspringen könnte, nachdem der amtierende Präsident zurückgetreten ist und die turnusmäßige Neuwahl erst im kommenden Jahr ansteht. Und angesichts dessen, was derzeit in der Welt gerade los ist, politisch wie wirtschaftlich, konnte ich gar nicht nein sagen. Schließlich bin ich bin überzeugter Europäer. Ich lebe in der Nähe von Rom in einer der geschichtsträchtigsten Gegenden Europas, habe über den Weinbau, den ich neben meinen Großhandelsaktivitäten betreibe, enge Kontakte in die Welt, natürlich jetzt durch Corona beschränkt. Hier hat der heilige Benedikt die Abtei Monte Cassino gegründet und das Motto geprägt „ora et labora“.

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