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Minister Scheuer unzufrieden : Bahnchef muss nachsitzen

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Da hatte er noch gute Laune: Bahn-Chef Lutz macht ein Selfie bei einer Testfahrt mit dem ICE-Sprinter auf der Neubaustrecke Erfurt - Bamberg. Bild: dpa

Auf einem Gipfel wollten Bahnvorstand und Politik die Bahn auf Vordermann bringen. Der Bahnchef präsentierte seine Pläne. Mit denen war die Politik aber „nicht zufrieden“. Jetzt ist ein weiteres Treffen geplant.

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          Nach der Spitzenrunde zur Bahn sieht der Bund weiter Handlungsbedarf. Er sei mit den Ausführungen des Konzernvorstands „nicht zufrieden“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), der Deutschen Presse-Agentur nach dem Treffen. „Es könnte noch ein bisschen konkreter werden“, kommentierte der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger.

          Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will sich deshalb am Donnerstag ein weiteres Mal mit der Spitze der Bahn treffen. Es gehe um Maßnahmen, mit denen zügig Verbesserungen erzielt werden könnten. Die Kunden sollten schon im ersten Halbjahr Verbesserungen etwa bei der Pünktlichkeit der Züge sehen. Scheuer nannte beispielsweise ein besseres Baustellen-Management, um Engpässe in den Griff zu bekommen. Die Politik sei außerdem daran, der Bahn eine „finanzielle Basis“ zu garantieren. Einzelheiten gab er zunächst nicht bekannt.

          DB Arriva könnte verkauft werden

          Bahn-Aufsichtsratsmitglied Kirsten Lühmann (SPD) sagte, es gehe “um die Kundinnen und Kunden der Deutschen Bahn“. Das sei „in eineinhalb Stunden“ nicht zu lösen.

          Bahnchef Richard Lutz hatte bei dem Treffen weitere Vorschläge gemacht, um Qualität und Pünktlichkeit zu steigern. Wie vorab bekannt geworden war, könnten die Auslandstochter DB Arriva verkauft und der Konzernvorstand erweitert werden.

          Scheuer sagte, er stehe einem möglichen Verkauf von Arriva „offen“ gegenüber. Dies sei am Dienstag aber noch kein Thema gewesen. Man müsse bei dem Thema in die Tiefe gehen, man werde ein „sehr interessantes“ Unternehmen nicht leichtfertig auf dem Markt platzieren.

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