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Analyse zu Ghosns Rede : „Ich hätte nie verhaftet werden dürfen“

Carlos Ghosns Auftritt war über weite Strecken von heftigen Gesten geprägt. Bild: AFP

In Japan versauern – oder fliehen: In seinem ersten öffentlichen Auftritt gibt sich der ehemalige Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn energisch. Und klagt an. Ganz sicher kann er sich im Libanon indes nicht fühlen.

          6 Min.

          In kämpferischer Stimmung ist der ehemalige Automanager Carlos Ghosn in Beirut vor die Weltpresse getreten. Sein Ziel: Sich von den Vorwürfen reinzuwaschen, für die ihm in Japan eine lange Haftstrafe drohte und die ihn zur Flucht nach Beirut veranlassten.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent in Paris.
          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          „Alle Vorwürfe sind falsch. Ich hätte nie verhaftet werden dürfen“, sagte Ghosn in einer mehr als zwei Stunden dauernden Pressekonferenz vor mehr als hundert Journalisten. Die Anschuldigungen, dass er Vergütungen durch Nissan verheimlicht habe und Geld von Nissan und Renault für private Zwecke veruntreut habe, wies er wortreich und energisch zurück – auf Englisch, Französisch oder Arabisch. Gleichzeitig erhob er schwere Anschuldigungen gegen das japanische Justizsystem und jene Nissan-Manager, die gegen ihn gearbeitet hätten.

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