https://www.faz.net/-gqe-9c1qz

Analyse : Händler im Angriffsmodus

  • -Aktualisiert am

Edeka verbannte für einige Zeit Nestlé-Produkte aus seinen Regalen. Bild: Frank Röth

Getrieben vom Online-Handel versuchen die Platzhirsche des Einzelhandels, Hersteller zu niedrigeren Preisen zu zwingen. Sie schmieden Einkaufsallianzen – wie kürzlich beim Kampf zwischen Edeka und Nestlé.

          3 Min.

          Dass der Kampf um Preise und Konditionen zwischen Händlern und Herstellern mit immer härteren Bandagen ausgetragen wird, ist eine Binsenweisheit der Branche. Will ein Markenartikler beispielsweise keine Preissenkungen schlucken oder sich nicht an den Kosten für Werbeaktionen beteiligen, nimmt der Händler dessen Produkte so lange aus den Regalen, bis er schließlich einlenkt.

          Wie ruppig der Umgang zwischen den Kontrahenten bisweilen werden kann, führten Edeka und Nestlé unlängst einer breiten Öffentlichkeit eindrucksvoll vor. Um bessere Lieferkonditionen zu erzielen, setzte der größte Lebensmittelhändler in Deutschland den Markenmulti aus der Schweiz zunächst unter Druck, indem er sich mit weiteren Händlern in Europa verbündete und in seinen deutschen Filialen bis zu 200 Nestlé-Produkte zeitweise nicht mehr nachbestellen ließ.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+