https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/amnesty-international-tauscht-fuehrungspersonal-aus-16211879.html

„Toxische Arbeitsbedingungen“ : Amnesty International tauscht Führungspersonal aus

  • Aktualisiert am

Kumi Naidoo, Generalsekretär von Amnesty International, auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2019 Bild: dpa

Druck, Stress und toxische Arbeitsbedingungen – in einem Bericht hatten sich Mitarbeiter von Amnesty International über das Arbeitsumfeld beschwert. Jetzt wird das Führungsteam ausgetauscht, erhält aber zu hohe Abfindungen, meinen die Angestellten.

          1 Min.

          Amnesty International wechselt als Reaktion auf einen Bericht über „toxische“ Arbeitsbedingungen in der Menschenrechtsorganisation die Führungsspitze aus. Der Generalsekretär der in London ansässigen Organisation, Kumi Naidoo, habe Anfang Mai intern das Ausscheiden von fünf der sieben Mitglieder der Generaldirektion angekündigt, sagte ein Amnesty-Sprecher am Dienstag. Sie sollen die Organisation bis Oktober verlassen. Bis eine neue Führung aus dann nur noch vier Mitgliedern gefunden ist, soll ein Übergangsteam die Geschäfte leiten.

          Den Bericht über die Arbeitsbedingungen hatte Amnesty nach den Suiziden von Mitarbeiterin in Genf und Paris im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben. Die externen Gutachter legten in dem im Januar veröffentlichten Bericht „Schwachstellen in der Organisationskultur und im Management“ von Amnesty offen. Mitarbeiter hätten über starken Druck und Stress geklagt und die Arbeitsbedingungen oft als „toxisch“ beschrieben.

          Bereits nach Veröffentlichung des Berichts hatte Naidoo Konsequenzen angekündigt. Einem Bericht der britischen Zeitung „The Times“ zufolge sorgten allerdings die „großzügigen“ Abfindungen für die fünf ausscheidenden Mitglieder der Generaldirektion unter den Angestellten für Unmut. Der Amnesty-Sprecher erklärte, die Führungsmitglieder erhielten geringere Entschädigungen als andere Mitarbeiter.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Luftbildaufnahme einer Bohrstelle für ein Geothermiekraftwerk in Graben-Neudorf

          Tiefengeothermie : Deutschlands ungehobener Energieschatz

          Mit heißem Wasser aus der Tiefe könnte man hierzulande viele Haushalte mit Strom und vor allem Wärme versorgen. Doch die Suche nach Quellen ist teuer. Und die Technologie macht einigen Bürgern Angst.
          Der Staat soll sich nicht auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger bereichern, sagt Finanzminister Christian Lindner mit Blick auf die kalte Progression.

          Steuerreform : Eine Entlastung für 48 Millionen Bürgerinnen und Bürger

          Arbeitnehmerinnen, Geringverdiener, Rentnerinnen oder Selbständige können profitieren, wenn in Zeiten steigender Preise die kalte Progression ausgeglichen wird. Das ist kein gönnerhafter Akt, sondern mehrfach geboten. Ein Gastbeitrag.
          „Die Krim ist ukrainisch, und wir werden sie niemals aufgeben“, sagte der ukrainische Präsident Selenskyj am Dienstag.

          Ukraine-Liveblog : Selenskyj: „Dieser Krieg beginnt und endet mit der Krim.“

          „Die Explosionen sind ein Beleg dafür, wem die Krim gehört.“ +++ Explosionen auf Militärflugplatz auf der Krim gehen laut Berichten auf ukrainischen Angriff zurück +++ Moskau spricht von Verstößen gegen Brandschutzmaßnahmen +++ Türkei liefert 50 Militärtransporter an Ukraine +++ alle Entwicklungen im Liveblog.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.