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Amgen kauft Bayer-Partner Onyx : Großübernahme in der Biotechnologie

Mehr als zehn Milliarden Dollar zahlt der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen für den Konkurrenten Onyx, der Krebsmedikamente herstellt.

          1 Min.

           In der amerikanischen Biotechnologieindustrie geschieht eine Großübernahme: Der weltgrößte Biotechnologiekonzern Amgen Inc. will seinen Wettbewerber Onyx Pharmaceuticals Inc. für rund 10,4 Milliarden Dollar kaufen.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Onyx ist ein wichtiger Partner des deutschen Bayer-Konzerns. Die Kalifornier waren an der Entwicklung des Krebsmittels Nexavar beteiligt, das zu den fünf umsatzstärksten Medikamenten in der Pharmasparte von Bayer gehört. Bayer teilt sich die Nexavar-Umsätze mit Onyx. Im vergangenen Jahr entfielen 80 Prozent des Onyx-Umsatzes von 362 Millionen Dollar auf das Geschäft mit Nexavar. Auch beim 2012 auf den Markt gekommenen Bayer-Krebsmittel Stivarga ist Onyx ein Partner und bekommt von den Deutschen Lizenzgebühren.

          Als größter Hoffnungsträger von Onyx gilt aber das Mittel Kyprolis zur Behandlung von Multiplem Myelom, einer Krebserkrankung im Knochenmark. Analysten trauen Kyprolis zu, in einigen Jahren einen Umsatz von 2 Milliarden Dollar oder mehr einzubringen. Das Mittel wurde vor rund einem Jahr in den Vereinigten Staaten zugelassen, und Onyx hofft, es auch in anderen Märkten verkaufen zu können. Onyx vermarktet Kyprolis in Eigenregie und erzielte 2012 einen Umsatz von 64 Millionen Dollar. Für Amgen wäre Onyx die größte Übernahme, seit das Unternehmen Ende 2001 den Kauf des Wettbewerbers Immunex für rund 16 Milliarden Dollar vereinbarte. Seither hat Amgen kleinere Übernahmen hinter sich gebracht.

          Die Übernahme von Onyx stieß Amgen im Juni mit einem feindlichen Übernahmeangebot in Höhe von 120 Dollar je Aktie an, das zunächst noch zurückgewiesen wurde. Nun haben sich die beiden Seiten auf rund 125 Dollar je Aktie geeinigt.

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