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50-Millionen-Euro-Spritze : Amerikanischer Hedgefonds übernimmt AC Mailand von Chinesen

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Auf dem Platz gibt AC Mailands Trainer Gennaro Gattuso den Ton an. Im Hintergrund zieht jetzt der amerikanische Hedgefonds Elliott die Fäden. Bild: AP

Erst Silvio Berlusconi, dann ein Chinese, jetzt Elliott: Schon wieder wechselt der Eigentümer des Klubs. Die Investmentfirma hat kürzlich woanders für Schlagzeilen gesorgt.

          Der amerikanische Hedgefonds Elliott hat bei AC Mailand das Ruder übernommen und will dem verschuldeten italienischen Fußballclub mit einer Finanzspritze unter die Arme greifen. Die Investmentfirma werde dem Verein, der früher dem ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gehörte, 50 Millionen Euro zuschießen, teilte Elliott mit. Der Traditionsclub solle wieder wettbewerbsfähig werden.

          Der chinesische Geschäftsmann Li Yonghong hatte AC Mailand im vergangenen Jahr von Berlusconi übernommen und wurde Insidern zufolge dabei von Elliott finanziell unterstützt. Li hat allerdings Rückzahlungen an Elliott versäumt und sucht seit Monaten neue Investoren, um die finanziellen Verpflichtungen bei dem Fußball-Club zu stemmen. Nun wird Elliott Mehrheitseigentümer.

          Elliott hatte Ende Mai bekanntgegeben, Anteile an Thyssen-Krupp erworben zu haben. Der Hedgefonds ist dafür bekannt, besonders viel Einfluss in den Unternehmen, an denen er Anteile besitzt, nehmen zu wollen. Wie die F.A.Z. berichtete, stellte der Konzern sich gegen die inzwischen umgesetzten Pläne des damaligen Thyssen-Krupp-Chefs Heinrich Hiesinger, das Stahlgeschäft vom Konzern zu trennen. Das hatte zum vorzeitigen Rückzug Hiesingers beigetragen.

          Ein Jahr her und schon nicht mehr aktuell: Silvio Berlusconi verkaufte den AC Mailand im April 2017 an den chinesischen Geschäftsmann Yonghong Li.

          Die UEFA hatte den Verein zuletzt wegen Verstößen gegen das „Financial Fairplay“ vom Europapokal ausgeschlossen. Mit diesem System möchte die UEFA sicherstellen, dass das Transferbudget von Vereinen halbwegs ausgeglichen bleibt. Zwischen 2015 und 2017 hatte der Klub 255 Millionen mehr für Spielerverpflichtungen ausgegeben als eingenommen. Erlaubt wären der Regelung zufolge 30 Millionen gewesen.

          Der AC Mailand war mehrfach Champions League- und Europapokalsieger, hat aber seit 2011 keinen größeren Titel mehr gewonnen. Der Club braucht Geld, um etwa bei der Verpflichtung von Spielern mit anderen europäischen Vereinen mithalten zu können, die inzwischen oft in der Hand von Investoren aus Asien und von der arabischen Halbinsel sind.

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