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Amerikanische Opioid-Tragödie : McKinsey berät Purdue nicht länger

Kam 1996 auf den Markt: das Schmerzmittel Oxycontin Bild: Reuters

Die amerikanische Opioidkrise hat schon Tausende Amerikaner das Leben gekostet. Im Zentrum der Tragödie steht das Pharmaunternehmen Purdue. McKinsey hat nun die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen eingestellt.

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          Die Unternehmensberatung McKinsey arbeitet nicht mehr mit dem Arzneimittelhersteller Purdue zusammen, der im Zentrum der amerikanischen Opioid-Tragödie steht. „Wir beraten keine Klienten mehr bezüglich des Geschäfts mit Opioiden“, teilte das Beratungsunternehmen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag mit. McKinsey werde helfen „die Krise zu bekämpfen“.

          Tillmann Neuscheler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das von Purdue hergestellte Schmerzmittel Oxycontin – eine Substanz derselben Wirkstoffklasse wie das Rauschgift Heroin – bahnte vielen Opfern den Weg in die Drogenabhängigkeit. Die Opioide gelten als wesentlicher Grund dafür, dass die Zahl der Drogentoten in Amerika dramatisch angestiegen ist.

          Die Beziehungen zwischen McKinsey und Purdue reichen laut Bloomberg mehr als ein Jahrzehnt zurück, das ergebe sich aus einer Klage, die im Januar vom Generalstaatsanwalt Massachusetts eingereicht wurde. Manager des Pharmaunternehmens sollen demnach mit McKinsey-Beratern daran gearbeitet haben, wie man den Absatz von Oxycontin steigern kann. Das Schmerzmittel mit dem hohen Suchtpotential brachte Purdue zeitweise Milliardenbeträge im Jahr ein.

          Laut der „New York Times“ schrieb McKinsey 2009 in einen Bericht für Purdue, man könne mit neuer Verkaufstaktik den Absatz von Oxycontin um 200 bis 400 Millionen Dollar jährlich steigern. Eine Frage, mit der sich die Manager und ein McKinsey-Berater damals über Emails offenbar befassten, war laut dem Blatt, wie man „den emotionalen Botschaften von Müttern mit überdosierten Teenagern“ begegnen könne.

          Auch JP Morgan hat seine Geschäftsbeziehungen zu Purdue offenbar wegen der Krise beendet. Laut der Nachrichtenagentur Reuters begründet die Bank den Schritt gegenüber dem Pharmaunternehmen mit „Reputationsrisiken“.

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