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Deutsche Hersteller : VW und BMW verkaufen mehr Autos in Amerika

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Der heutige VW-Vorstandsvorsitzende Herbert Diess präsentiert im Januar 2018 in Detroit einen Jetta für den amerikanischen Markt. Bild: EPA

Der Diesel-Schock scheint überstanden: Gegen den Trend verkauft VW in Amerika schon wieder mehr Autos als im Vorjahr. Andere Hersteller bekommen Probleme.

          Nach dem Absatzeinbruch im Zuge des Abgas-Skandals hat Volkswagen seine Verkäufe in den Vereinigten Staaten 2018 das zweite Jahr in Folge gesteigert. Dank gefragter SUV-Modelle wurden dort insgesamt 354.064 Pkw an die Kundschaft gebracht, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember gab es ein Verkaufsplus von 5,8 Prozent auf 32.047 Fahrzeuge.

          VW schlug sich damit zum Jahresende deutlich besser als die größten amerikanischen Hersteller. Marktführer General Motors (GM), der seine Ergebnisse nur alle drei Monate vorlegt, wurde im vierten Quartal 2,7 Prozent weniger Neuwagen los als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ford meldete für den Einzelmonat Dezember ein Minus von 8,8 Prozent.

          GM und Ford mit Problemen

          Im Gesamtjahr 2018 verbuchten die amerikanischen Schwergewichte ebenfalls spürbare Rückgänge. Bei GM sanken die Verkäufe um 1,6 Prozent auf knapp 3,0 Millionen Fahrzeuge und bei Ford um 3,5 Prozent auf 2,5 Millionen Autos.

          Nach jahrelangem Absatzboom kühlt sich der amerikanische Markt angesichts höherer Zinsen und gestiegener Spritpreise schon seit längerem ab. Analysten sehen auch im neuen Jahr keine Trendwende.

          GM und Ford machen darüber hinaus steigende Materialkosten zu schaffen, was unter anderem an Amerikas Zollstreit mit Handelspartnern wie China und der EU liegt. GM kündigte im November bereits an, die Produktion zu drosseln und massiv Arbeitsplätze in Nordamerika abzubauen. Auch Ford will die Kosten drastisch senken.

          Nicht für alle Autobauer war der Jahresabschluss indes enttäuschend. Fiat Chrysler steigerte den Absatz im Dezember dank florierender Jeep-Verkäufe um 14 Prozent. Die japanischen Branchengrößen Nissan und Honda legten um 7,6 Prozent beziehungsweise 3,9 Prozent zu, während Rivale Toyota einen Rückgang um 0,9 Prozent hinnehmen musste. Die Volkswagen-Tochter Porsche erhöhte ihre Verkäufe im Dezember um 4,4 und im Gesamtjahr 2018 um 3,2 Prozent.

          Zwiespältiges Bild bei BMW und Daimler

          BMW setzte im vergangenen Jahr in den Vereinigten Staaten erstmals seit 2015 wieder mehr Autos ab. Wegen des Erfolgs bei SUV-Modellen stieg der Absatz bei der Stammmarke BMW um 1,7 Prozent auf 311.014 Autos, wie der Konzern mitteilte. Zuvor hatte BMW in Amerika zwei magere Jahre mit Rückgängen verzeichnet. Die Zweitmarke Mini allerdings schwächelte 2018: 43.684 Fahrzeuge bedeuteten ein Minus von 7,3 Prozent.

          Der Autobauer Daimler musste ebenfalls einen Absatzrückgang hinnehmen. Insgesamt seien die Verkäufe um 5,3 Prozent auf 355.413 Fahrzeuge gesunken, teilte das Unternehmen mit. Dabei brach der Absatz des Kleinwagen Smart um mehr als die Hälfte ein. Die Marke Mercedes-Benz verzeichnete ein Minus von 6,3 Prozent auf 315.959 Stück.

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