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Krise wegen Coronavirus : Washington stützt Fluggesellschaften mit Milliardenhilfen

  • Aktualisiert am

Momentan nicht benötigte Maschinen von Delta Airlines parken auf einem Flughafen in Kansas City. Bild: AP

Fast niemand fliegt, die Maschinen stehen am Boden: Auch Amerikas Airlines stecken durch die Pandemie tief in der Krise. Einige der größten nehmen nun Finanzhilfen der Regierung an. Zu welchen Konditionen, ist noch nicht ganz klar.

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          Amerikas Regierung wird heimische Fluggesellschaften wegen der Corona-Krise mit einem milliardenschweren Rettungspaket unterstützen. Zehn Fluglinien – darunter Delta, United, JetBlue und American Airlines – wollten die Unterstützung der Regierung annehmen, erklärte das Finanzministerium in Washington am Dienstagabend (Ortszeit). Mit den Hilfen, einer Mischung aus Fördermitteln und Krediten, soll vor allem der Großteil der Gehälter der Beschäftigten weitergezahlt werden, um Entlassungen zu vermeiden. Medienberichten zufolge geht es dabei insgesamt um rund 25 Milliarden Dollar (23 Milliarden Euro).

          Präsident Donald Trump erklärte im Weißen Haus, es gehe bei dem Hilfsprogramm darum, „die wichtige Rolle zu erhalten, die Airlines für unsere Wirtschaft spielen“. Die Hilfen würden es den Fluggesellschaften ermöglichen, die nicht von ihnen verschuldete „schwierige Phase“ zu überstehen, sagte Trump. Das Geschäft vieler Airlines ist infolge der Coronavirus-Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen, weswegen sie nun finanziell angeschlagen sind. Einem Industrieverband der Luftfahrtindustrie zufolge haben amerikanischen Fluggesellschaften inzwischen rund 2400 Flugzeuge stillgelegt.

          Milliardenschwere Finanzspritzen

          American Airlines etwa kündigte an, aus dem Programm der Regierung rund 5,8 Milliarden Dollar zu erhalten. Davon seien 4,1 Milliarden Dollar direkte Unterstützung, der Rest sei ein Kredit mit niedrigem Zinssatz. Zudem will sich die Fluggesellschaft um einen weiteren Kredit der Regierung in Höhe von 4,75 Milliarden Dollar bewerben. Das Unternehmen beschäftigt weltweit nach eigenen Angaben 130.000 Menschen.

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          Delta Airlines soll 5,4 Milliarden Dollar erhalten. „Das ist ein entscheidender Schritt, aber nur einer von vielen, die uns über die kommenden Monate bringen werden“, erklärte Delta-Vorstandschef Ed Bastian in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Die Hilfen würden es ermöglichen, bis Ende September Kürzungen beim Personal zu vermeiden, obwohl die Passagierzahlen um 95 Prozent eingebrochen seien.

          Southwest Airlines wiederum teilte mit, die Fluggesellschaft werde rund 3,2 Milliarden Dollar Hilfen bekommen, um die 60.000 Arbeitsplätze des Unternehmens bis Ende September zu erhalten. Rund 2,3 Milliarden Dollar davon seien direkte Hilfszahlungen. Die Fluggesellschaft JetBlue soll knapp eine Milliarde Dollar bekommen.

          Teil des Konjunkturpakets

          Finanzminister Steven Mnuchin erklärte, die Regierung wolle die Vereinbarungen möglichst rasch abschließen und „die Mittel so schnell wie möglich auszahlen“. Die Regierung stehe zudem noch mit weiteren Airlines im Gespräch über eine mögliche Inanspruchnahme der Hilfen. Das Programm zur Fortzahlung der Löhne war Teil des im März beschlossenen 2,2 Billionen Dollar schweren Konjunkturpakets. Es steht auch anderen Unternehmen und Industrien offen.

          Einige Airlines hatten im Vorfeld der Verhandlungen staatliche Beteiligungen befürchtet. Details zur nun beschlossenen Vereinbarung wurden nicht bekannt. Aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen heiße es jedoch, der Staat werde als Minderheitsaktionär bei den Fluggesellschaften einspringen, meldet die Agentur AFP.

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