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Ähnlich wie bei Ghosn in Japan : Amerika ermittelt wegen Managergehältern gegen Nissan

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Keine sonnigen Zeiten für Nissan. Bild: EPA

Ist Carlos Ghosn kein Einzelfall? Nissan teilt mit, dass die amerikanische Börsenaufsicht Ermittlungen eingeleitet hat. Es geht um die Vergütung von Managern. Der Fall ähnelt offenbar der Anklage gegen Ghosn in Japan.

          Der japanische Autobauer Nissan hat wegen der Bezahlung seiner Führungskräfte auch Probleme mit der Justiz in den Vereinigten Staaten. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC ermittle wegen in Amerika gezahlten Managergehältern gegen Nissan, teilte das Unternehmen am Montag mit,

          Nissan ging nicht weiter auf Einzelheiten der Ermittlungen ein. Ein Sprecher des Unternehmens sagte nur, Nissan arbeite“ voll“ mit den amerikanischen Behörden zusammen.

          Der Kurs der Nissan-Aktie hat laut Nachrichtenagentur Bloomberg zwischenzeitlich um 2,7 Prozent nachgegeben. Dabei handele es sich um den größten Kursverlust der Aktie innerhalb eines Tages seit drei Wochen.

          Ähnlich wie Ghosn

          Aus informierten Kreisen hieß es, es handle sich um ähnliche Probleme, wie sie Nissan in Japan habe. Die Staatsanwaltschaft in Tokio hat den langjährigen Nissan-Chef Carlos Ghosn angeklagt, er habe jahrelang ein zu niedriges Einkommen bei Nissan deklariert.

          Er soll zudem persönliche Verluste auf den japanischen Autobauer übertragen haben. Ghosn bestreitet die Vorwürfe. Auch Nissan selbst ist in der Affäre angeklagt.

          Nissan hatte Ghosn nach seiner Inhaftierung Mitte November als Verwaltungsratsvorsitzenden abgesetzt. Beim französischen Autobauer Renault reichte Ghosn vergangene Woche seinen Rücktritt als Vorstandschef ein.

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