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American Apparel : Pleite, die nächste

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Lieber nicht hinschauen: Ein Sinnbild für die Lage bei American Apparel Bild: dpa

Es gab eine Zeit, da machte die Modekette American Apparel mit provokanter Werbung und schlichter Kleidung Schlagzeilen. Heute geht es um den Ex-Chef - und den nächsten Insolvenzantrag.

          Die einstige Trend-Marke American Apparel steht schon wieder vor der Pleite. Die angeschlagene amerikanische Modekette beantragte am Montag Gläubigerschutz bei einem Insolvenzgericht im Bundesstaat Delaware. Den letzten solchen Antrag hatte die Firma erst im Oktober 2015 mit Unterstützung ihrer wichtigsten Kreditgeber gestellt.

          American Apparel, dessen schlichte T-Shirts und Leggings einmal Verkaufsschlager bei jüngeren und trendbewussten Kunden waren, kämpft schon seit längerem mit schleppenden Geschäften. Zudem leidet das Unternehmen unter einer Dauerfehde mit dem exzentrischen Ex-Chef Dov Charney. Der Firmengründer war 2014 im Zuge diverser Skandale geschasst worden und hatte American Apparel mit Klagen überzogen.

          Parallel zum Insolvenzantrag gab die kanadische Bekleidungsfirma Gildan Activewear zu Wochenbeginn bekannt, eine Grundsatzeinigung über den Kauf der Markenrechte und bestimmter anderer Vermögenswerte von American Apparel erzielt zu haben. Die Kanadier wollen nach eigenen Angaben 66 Millionen Dollar (61 Mio Euro) zahlen.

          Allerdings könnte das zuständige Insolvenzgericht eine Versteigerung des Firmenvermögens von American Apparel anordnen. Dann könnte der Kaufpreis durch Gebote anderer Interessenten steigen. Im Insolvenzantrag gibt American Apparel Vermögenswerte zwischen 100 und 500 Millionen Dollar an. Gildan hat jedoch kein Interesse an den Filialen der Kette.

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