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Vorstandschef von Alstom : „Standortschließungen sind nicht das Ziel“

Ab nach Deutschland: Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge will von den hohen Bahninvestitionen profitieren. Bild: AFP

Der französische Bahnkonzern Alstom will Bombardier kaufen und damit die Nummer zwei der Bahnindustrie werden. Vorstandschef Henri Poupart-Lafarge erklärt im Interview, was das für den Standort Deutschland bedeutet.

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          Herr Poupart-Lafarge, warum glauben Sie, dass die Übernahme von Bombardier von der EU-Kommission genehmigt wird, nachdem die Fusion mit Siemens im vergangenen Jahr abgelehnt wurde?

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Das Thema stellt sich heute ganz anders dar. Bei der Fusion mit Siemens war die größte Hürde die Signaltechnik. Die Kommission befürchtete damals, dass aus den drei größten Anbietern (Siemens, Alstom und Thales) zwei werden. Doch Bombardier ist in diesem Bereich viel schwächer, sie liegen eher auf dem fünften Rang. Bei den Hochgeschwindigkeitszügen, die der Kommission ebenfalls Sorge bereiteten, tritt Bombardier nur zusammen mit Hitachi auf. Sie sind auch auf diesem Markt viel weniger präsent als Siemens und Alstom. Wir glauben, auf mögliche Bedenken leichter eingehen zu können als beim Projekt Siemens Alstom.

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