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Versicherer : Allianz steigt in Gebrauchtwagenhandel ein

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Die Allianz steigt offenbar bei der Plattform Instamotion ein. Bild: Manz, Florian

Die Allianz will demnächst offenbar mit Gebrauchtwagen handeln und kooperiert dazu mit einer Online-Plattform. Sie ist nicht die erste Versicherung, die in den Markt einsteigt.

          Die Allianz will offenbar bei der Gebrauchtwagenplattform Instamotion Retail einsteigen. Das berichtet die „Welt“. Der Schritt sei Teil der Digitalisierungsstrategie der Allianz, bestätigte eine Sprecherin. „Dazu gehört auch diese Investition, weil wir fest an dieses zukunftsweisende Geschäftsmodell glauben“, sagte sie.

          Instamotion wirbt mit dem „Online-Kauf per Mausklick“. Die Gebrauchtwagen werden nach Hause geliefert, die Kunden haben dabei ein 14 Tage gültiges Umtauschrecht. Die Wagen müssen noch eine mindestens ein Jahr gültige Tüv-Plakette besitzen, dürfen maximal sieben Jahre alt sein und nicht mehr als 120.000 Kilometer gelaufen sein. Um sich ein Bild von den angebotenen Wagen zu machen, stehen den Kunden Probefahrtvideos mit Sachverständigen sowie 360-Grad-Ansichten von Innenraum und Motor zur Verfügung. Diese sollen die eigene Testfahrt ersetzen.

          Um neue Geschäftsfelder zu erschließen, hat der deutsche Versicherer kürzlich den Digital-Arm Allianz X gegründet. Im vergangenen Monat stieg Allianz X beim Online-Vermögensverwalter MoneyFarm ein, im vergangenen Jahr beim Berliner Start-up Simplesucrance. Außer solchen Zukäufen investiert Allianz X auch in eher versicherungsfremde Unternehmen wie Drohnenhersteller und App-Entwickler.

          Die Allianz ist nicht der erste deutsche Versicherer, der in den Gebrauchtwagenmarkt vorstößt. Im Juli dieses Jahres eröffnete die Huk Coburg, mit der sich die Allianz um die Marktführerschaft in der Autoversicherung streitet, ein erstes Autohaus. Dies dürfte eine Reaktion auf die Praxis der Autoindustrie sein, zunehmend Kfz-Haftpflicht-Policen über ihre Autohäuser anzubieten.

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