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Fondssparte mit gutem Ergebnis : Allianz kann Gewinn trotz Flutschäden steigern

  • Aktualisiert am

Allianz-Schriftzug an einem Gebäude des Versicherers in Unterföhring (Bayern) Bild: dpa

Die Hochwasserkatastrophe hat die Allianz 400 Millionen Euro gekostet. Trotzdem liegt das Quartalsergebnis des Versicherers über den Erwartungen. Doch es drohen weiterhin Milliarden-Belastungen in den USA.

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          Der Versicherungskonzern Allianz wird trotz der schweren Schäden durch die Flutkatastrophe in Europa etwas zuversichtlicher für die Gewinnentwicklung 2021. Der operative Gewinn dürfte im Gesamtjahr das obere Ende der Spanne von 11 bis 13 Milliarden Euro erreichen, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in München mit. Bisher hatte Vorstandschef Oliver Bäte lediglich ein Ergebnis in der oberen Hälfte der Spanne in Aussicht gestellt.

          Im dritten Quartal steigerte die Allianz ihren operativen Gewinn im Vergleich zum pandemiegeprägten Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf gut 3,2 Milliarden Euro. Das war mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Die Hochwasserkatastrophe in Europa schlug mit rund 400 Millionen Euro negativ zu Buche.

          Allerdings konnte die Fondssparte mit den Gesellschaften Pimco und Allianz Global Investors ihr Ergebnis deutlich steigern. Unter dem Strich verdiente der Konzern 2,1 Milliarden Euro und damit zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

          „Stärkstes drittes Quartal überhaupt“

          „Das war unser stärkstes drittes Quartal überhaupt“, sagte Vorstandschef Oliver Bäte. „Ich sehe das als Bestätigung dafür, dass wir in der Lage sind, unseren Kunden und Investoren gleichermaßen zu dienen.“

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          Doch der Allianz drohen weiterhin milliardenschwere Belastungen in den USA. Dort haben große Investoren sie auf rund sechs Milliarden Dollar verklagt, nachdem sie zu Beginn der Corona-Krise schwere Verluste mit Hedgefonds von Allianz Global Investors erlitten hatten. Rückstellungen dafür hat die Allianz bisher aber nicht gebildet.

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