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Alexander Geiser : Einflüsterer mit Charisma

Alexander Geiser Bild: Ramon Haindl/Finsbury Glover Hering

Alexander Geiser will der McKinsey der Kommunikationsindustrie werden. Spekulationen über einen Börsengang seiner neuen Firma halten sich hartnäckig.

          5 Min.

          Wer hoch hinaus will, muss früh aufstehen. Alexander Geiser, ein hochgewachsener Mann, steht um vier Uhr morgens auf. Da liest er ausgiebig Zeitung, hört, wenn es sein muss, in den ersten Call mit Asien hinein und bringt später seine drei Kinder auf den Schulweg. Die Familie wohnt im Vordertaunus, wie es sich für Geisers gesellschaftliche Klasse gehört. Sein Büro liegt im Frankfurter Westend, beste Adresse hinter dem Opernplatz, nicht ganz so hoch wie die Bürotürme seiner Kunden – etwa die Häuser der Deutschen Bank.

          Rainer Hank
          Freier Autor in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Bescheidenheit ist die Zier des Dienstleisters. Dem 45 Jahre jungen Mann ist es gerade gelungen, einen Weltkonzern für globale strategische Kommunikation mit einem Firmenwert von knapp einer Milliarde Dollar zu schmieden. Und dies in einer Branche, die es vor zwanzig Jahren noch gar nicht gegeben hat. Innerhalb nur eines Jahres haben sich vier Partnerschaften zusammengeschlossen, zwei aus den USA, eine aus Großbritannien und eben Geisers deutsches Unternehmen, das ehemals unter „Hering Schuppener“ firmierte und heute „Finsbury Glover Hering“ heißt. Ein Name für die neu geschmiedete Großfirma wird noch gesucht. Zum Portfolio der Berater gehören: Krisenkommunikation und Transformationsprozesse, Kampagnenplanung, politische Beratung.

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