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Alexander Falk : Der tief gefallene Verlagserbe

Alexander Falk Bild: EPA

Einst war er hoffnungsvoller Nachfolger, dann geriet Unternehmer Alexander Falk auf die schiefe Bahn. Jetzt sollte der BGH über seinen Fall entscheiden - doch daraus wird vorerst nichts.

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          Alexander Falk dürfte diesen Mittwoch lang herbeigesehnt haben, im Grunde genommen seit dem 9. Juli vor zwei Jahren. Damals wurde er vom Landgericht Frankfurt nach einem spektakulären Strafverfahren zu gut vier Jahren Haft verurteilt. Seitdem setzt er seine Hoffnungen auf den zweiten Strafsenats des Bundesgerichtshofs, der nun über den Fall entscheiden muss. Für diesen Mittwochnachtmittag war die Urteilsverkündung festgesetzt - bis sie buchstäblich in letzter Minute abgeräumt wurde. Die Urteilsverkündung werde aus “dienstlichen Gründen“ aufgehoben, ein neuer Termin noch nicht bekanntgegeben. Für Falk bedeutet das nun: weiter warten, bis über sein Schicksal entschieden wird. 

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.

          An den höchsten deutschen Strafrichtern ist es nämlich nun, die Ehre des gefallenen Unternehmersohns wieder herzustellen – oder die Aktendeckel über einem Fall endgültig zu schließen, der die Wirtschaftswelt bewegt hat wie kaum ein anderer: Ein Mann aus guten Hause, gesegnet mit großem Wohlstand und eigenem, waghalsigen Unternehmergeist, soll ein Mordkomplott auf einen renommierten Frankfurter Anwalt geplant haben, so der ursprüngliche Vorwurf – mit Hilfe organisierter Kriminalität. Ein solcher Fall ist selbst in der hart gesottenen Frankfurter Justiz ohne Beispiel.

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