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Kundentoiletten und Kaffee : Aldi macht sich schick

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Hübscht sich auf: Der Discounter Aldi Süd Bild: dpa

Erst kamen immer mehr Markenprodukte ins Sortiment, jetzt baut Aldi neue Filialen mit Kundentoiletten - und experimentiert sogar mit Kaffeeautomaten und Hintergrundmusik. Warum der Discounter auf einmal schicker werden will.

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          Deutschlands größter Lebensmitteldiscounter Aldi will mit moderneren Filialen neue Kunden gewinnen. „In Zukunft werden wir in allen neu gebauten Aldi-Süd-Filialen Kunden-WCs anbieten“, sagte eine Unternehmenssprecherin der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“. Auch weitere Dienstleistungen sind laut Bericht geplant: In einem neuen Konzeptmarkt nahe München teste das Unternehmen den Einsatz von Kaffee- und Rezeptautomaten, elektronischen Werbedisplays und Hintergrundmusik.

          „Einige Elemente werden wir in Zukunft auch in anderen Filialen übernehmen, sofern sie von unseren Kunden angenommen werden", sagte die Sprecherin weiter. Aldi Süd betreibt in West- und Süddeutschland rund 1850 Filialen mit 36.200 Beschäftigten. Das Schwesterunternehmen Aldi Nord hat mehr als 2400 Filialen und rund 28.000 Mitarbeiter.

          Lenor-Weichspüler und Wagner-Pizza

          Die Discounterkette Aldi hatte zuletzt schon damit Schlagzeilen gemacht, dass sie eine Reihe von Markenartikeln in ihr Sortiment aufgenommen hat. Aldi Süd führt zum Beispiel seit etwa einem halben Jahr Lenor Weichspüler, den Energydrink Red Bull oder Tiefkühlpizzen der Firma Wagner. Im Gegenzug zur Einführung der Markenartikel durch Aldi senkt Lidl häufig die Preise – und andere Märkte wie Kaufland ziehen mit. Im Ergebnis gab es im ersten Halbjahr 2015 mehr Sonderangebote im deutschen Lebensmittelhandel als je zuvor.

          Schon seit einiger Zeit versucht Aldi immer mehr, von dem in Deutschland zu beobachtenden Trend zum höherwertigen Konsum zu profitieren. Die neu ausgestatteten Filialen scheinen ebenfalls diesen Bemühungen Rechnung zu tragen.

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